Dorstener Anwalt rätselt über Einbruchsversuche

Mysteriöser Fall

Als Andreas Teubner aus dem Urlaub zurückkehrt, entdeckt er Einbruchsspuren an seiner Terrassentür. Dass im gleichen Zeitraum auch versucht wurde, in die Kanzlei des Anwalts einzubrechen, erfährt Teubner nur per Zufall. Die Polizei prüft einen Tatzusammenhang.

DORSTEN

von Von Tobias Jöhren

, 08.05.2013, 11:26 Uhr / Lesedauer: 2 min

Am Dienstag fällt Andreas Teubner dann aus allen Wolken, als er zufällig erfährt, dass es während seines Urlaubs einen zweiten Einbruchsversuch gegeben hat. Diesmal in seine Kanzlei. „Davon hatte ich bis Dienstag nicht die leiseste Ahnung“, erklärt der Jurist. Ein Mandant von ihm, ein Polizist, war der unfreiwillige Überbringer dieser Unglücksbotschaft, als er Teubner fragte: „Was ist eigentlich aus dem Einbruch in Ihre Kanzlei geworden?“ „Welcher Einbruch?“, lautete die Gegenfrage. Der Mandant klärte ihn auf und zeigte ihm Einbruchsspuren an einem seiner Bürofenster. „Ich benutze das Fenster so gut wie nie“, sagt Andreas Teubner. Mittlerweile hat der Anwalt an zwei weiteren Fenstern und der Haustür weitere Einbruchsspuren gefunden. „Wenn man darauf achtet, sieht man sie. Vielleicht will hier jemand mit Nachdruck ins Gebäude.

Das bereitet mir natürlich Sorge, weil wir hier sensible Daten aufbewahren. Die sind allerdings doppelt und dreifach gesichert. Wir verwahren die Akten ja nicht wie in einer Pommesbude“, erklärt der Anwalt. Die Kripo prüft zurzeit, ob ein Zusammenhang zwischen beiden Einbruchsversuchen besteht und ob es mehr als nur einen Versuch gegeben hat, in die Kanzlei einzusteigen. „Aufgrund der Vielzahl der Spuren müssen wir diesem Verdacht nachgehen“, erklärt Ramona Hörst, Pressesprecherin der Polizei. „Den Rest wird die kriminaltechnische Untersuchung zeigen.“ Dabei werde auch ein Abgleich der Einbruchsspuren an der Kanzlei mit denen an der privaten Terrassentür gemacht.

Und wieso wurde Teubner nicht über den versuchten Einbruch in die Kanzlei informiert? „Die Beamten wurden durch die Alarmanlage der Kanzlei auf den Einbruch aufmerksam und sind rausgefahren. Vor Ort haben sie den Einbruch aufgenommen und eine Anzeige gegen unbekannt aufgegeben“, so Ramona Hörst. Normalerweise bekomme der Betroffene direkt eine Bescheinigung. Wenn das Einbruchsopfer nicht anzutreffen sei, werde es nachträglich postalisch oder telefonisch informiert. Bei Andreas Teubner hat das offenkundig nicht geklappt.

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