Dorstener Aak kann nachgebaut werden

Fördergelder fließen

In der Wall- und Grabenanlage am Südwall dümpelt eine Mini-Aak mittlerweile seit dreieinhalb Jahren auf dem Wasser. Nun endlich kann auch mit dem Bau ihrer großen Schwester begonnen werden.

Dorsten

, 13.01.2017, 15:55 Uhr / Lesedauer: 1 min
Dorstener Aak kann nachgebaut werden

NRW-Minister Rainer Schmeltzer (dr. vl.) übergab den Förderbescheid für den Neubau der „Dorstener Aak“.

Am Freitag übergab NRW-Arbeits- und Sozialminister Rainer Schmeltzer einen Förderbescheid des Landes in Höhe von 180.000 Euro, damit der Nachbau des historischen Lippe-Handelsschiffes endlich Realität werden kann.

Ab 20 bis zu 40 Metern Länge wurde die „Dorstener Aak“ vom 16. bis zum 18. Jahrhundert in den damaligen Werften an der Lippe gefertigt. Die segelbewehrten Plattbodenschiffe trugen nach der Blütezeit der Hanse dazu bei, dass das Bootshandwerk in der Stadt gutzutun hatte. „20 Meter lang wird auch der Nachbau sein, viel größer ist unsere Werkstatt ja nicht“, erklärte Roland Nies, in dessen Bildungszentrum an der Barbarastraße der Holzkahn umgesetzt wird.

"Wir machen Mitte"

Die neue Aak ist ein Sozialprojekt des Stadtumbau-Programms „Wir machen Mitte“. Mit der Landesförderung sowie weiterer Unterstützung durch die Sparkasse Vest, des Jobcenters, des Arbeitskreises Jugend und des Lippeverbandes werden in den kommenden 16 Monaten insgesamt rund 50 Langzeitarbeitlose, Jugendliche ohne Ausbildung und junge Flüchtlinge in der mit modernen Holzbearbeitungsmaschinen ausgestatteten Tischlerwerkstatt die Aak bauen. Und dabei fit für den Arbeitsmarkt gemacht werden.

Minister Schmeltzer kommt aus Lünen, also auch aus einer Hanse-Lippestadt. „Ich bin deshalb hellauf begeistert von der Idee“, bekannte er am Freitag. Aak-Förderer und Altbürgermeister Lambert Lütkenhorst erinnerte daran, dass fast auf den Tag genau vor drei Jahren das Aak-Projekt auf der Leitmesse „Boot“ in Düsseldorf präsentiert wurde und für Aufsehen in der Fachwelt sorgte. Dennoch gab es immer wieder neue Hürden zu überwinden.

Auch, was die Suche nach einem Standort anging. „Jetzt haben wir den richtigen gefunden“, erklärte Bürgermeister Tobias Stockhoff. Die Aak soll ab 2018 als begehbare Geschichtsstation neben dem Eingang zum Freizeitbad Atlantis seinen festen Platz finden. 

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