Dorsten wird „Innovation City“

Barkenberg ausgewählt

Schöne Nachricht für die Stadt Dorsten: Barkenberg ist unter mehr als 50 Konkurrenten als eines von 20 "Musterquartieren" bei der Übertragung des Konzepts "Innovation City Ruhr" auf weitere Städte der Region ausgewählt worden.

Dorsten

, 02.05.2016, 16:04 Uhr / Lesedauer: 1 min
Dorsten wird „Innovation City“

m Beisein von Dorstens Bürgermeister Tobias Stockhoff und dem aus Dorsten stammenden Bernd Tönjes, Chef der Ruhrkohle AG, präsentierte NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft gestern die Gewinner der Innovations-City-Ideen-Übertragung

NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft verkündete dies am Montag bei einer Tagung in Oberhausen.

„Innovation City“ ist ursprünglich ein in Bottrop umgesetztes Pilotprojekt für einen klimagerechten Stadtumbau. Dort sind inzwischen fast 300 Einzelprojekte umgesetzt worden, um den CO2-Ausstoß zu reduzieren. Schon jetzt ist klar, dass dadurch eine Reduktion des CO2-Ausstoßes um circa 37 Prozent bis zum Jahr 2020 erreicht wird. Die Fortführung in den 20 ausgewählten Kommunen soll dafür sorgen, umfassende Entwicklungen nach Bottroper Vorbild anzustoßen.

Bürgermeister freute sich über Zuschlag

Dorstens Bürgermeister Tobias Stockhoff freute sich über den Zuschlag für Barkenberg: „Es hat sich ausgezahlt, dass wir zu diesem Thema schon viele Vorarbeiten geleistet haben“, erklärte er auf unsere Anfrage. „Unter anderem mit dem Projekt „HausAufgaben“ im vergangenen Jahr und einer gemeinsamen Arbeitsgruppe unter dem Dach der Wulfen-Konferenz.“ Für Barkenberg ist die Innovation-City-Teilnahme auch deshalb wichtig, weil hier mit den Nachtspeicherheizungen ein altes Energiethema noch immer ungelöst ist.

Fördermittel des Landes und der EU

Dass die Haushalte fast vollständig mit Strom beheizt werden, war in der Gründungszeit der Neuen Stadt Wulfen ein moderner Ansatz: Häuser ohne Kamine, Luft ohne Qualm, saubere Energie. Der Blick auf Wärme aus Kilowatt hat sich in den letzten Jahren allerdings in einen handfesten Nachteil verkehrt. Die Teilnahme an dem Projekt besteht aus zwei Bausteinen: Einer sechsmonatigen „Konzeptphase“ und der Umsetzung in den folgenden sechs Jahren. Die Erstellung des Konzepts durch das Wuppertal-Institut für Klima und Institutionen der regionalen Wirtschaftsförderung wird über Fördermittel des Landes und der EU finanziert.

In der Umsetzungsphase sollen die Akteure im Stadtteil unterstützt werden, eine „Energiewende von unten“ umzusetzen. Hauseigentümer werden nicht verpflichtet, zu investieren, können aber durch Fördermittel oder Steuervorteile profitieren.

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