Dorsten soll einen Blühstreifen mit Bürgerbeteiligung bekommen

Insektensterben

Die CDU-Ratsfraktion will die Stadtverwaltung beauftragen, Möglichkeiten zur Umsetzung eines Blühstreifen-Projekts mit Bürgerbeteiligung zu prüfen.

Dorsten

, 02.05.2019 / Lesedauer: 2 min
Dorsten soll einen Blühstreifen mit Bürgerbeteiligung bekommen

Mehr als die Hälfte der Bienen- und Wespenarten sind laut Roter Liste des Nabu NRW gefährdet. © dpa

Etwas für Insekten zu tun, liegt voll im Trend: In Haltern am See verteilt der Raiffeisenmarkt kostenloses Saatgut für Blühstreifen an Landwirte (HZ+) - und ein Kirchhellener Landwirt plant ein Bienenparadies mitten in Bottrop.

Gemein ist beiden Projekten, dass sie auf Bürgerbeteiligung setzen und Blühpaten suchen. Nun möchte auch die CDU-Ratsfraktion in Dorsten so ein Projekt an den Start bringen. „Die Verwaltung wird beauftragt, gemeinsam mit interessierten Bürgerinnen und Bürgern sowie möglichen Partnern ein Projekt für sogenannte freiwillige Bürgerblühstreifen zur Förderung der Biodiversität in der Stadt Dorsten zu entwickeln“, teilte die CDU-Ratsfraktion mit.

Mehr als die Häfte der Bienen- und Wespenarten gefährdet

Laut der aktuellen Roten Liste des Nabu NRW sind 51,6 Prozent der Bienen- und Wespenarten gefährdet. Gründe sind unter anderem der Verlust von Flächen durch Bebauung, der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln und der Rückgang der Blütenpflanzen.

Zur Umsetzung eines Blühstreifen-Projekts schlägt die Dorstener CDU vor, zum Beispiel Flächen für einen Blühstreifen gegen eine Spende zu verkaufen. „Eine andere Möglichkeit besteht darin, dass Bürgerinnen und Bürger oder Landwirte Saatgut kostenlos oder gegen Selbstkostenpreis beziehen können und diesen selbst aussäen können“, heißt es in einer Pressemitteilung.

Den Antrag stellt die CDU in der kommenden Ratssitzung am 15. Mai.

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