Dorsten an der Lippe? Was die Dorstener darüber denken

Namensdebatte

Die SPD hat mit ihrem Vorschlag („Dorsten an der Lippe“) eine Namensdiskussion losgetreten. Es gibt inzwischen auch andere, teils humorvolle Vorschläge - und Kritik.

Dorsten

, 12.07.2019, 16:30 Uhr / Lesedauer: 1 min
Dorsten an der Lippe? Was die Dorstener darüber denken

Dorsten, Dorsten an der Lippe? Die SPD hat mit ihrem Antrag eine Namensdebatte in Dorsten losgetreten. © Hans Blossey/Leonie Sauerland

Dorsten an der Lippe? Viele Dorstener finden offenbar Gefallen daran. Etwa jeder dritte Teilnehmer einer Online-Umfrage dieser Zeitung bewertet den Vorschlag positiv. Aber die deutliche Mehrheit will von diesem Beinamen nichts wissen.

Kuriose und ernsthafte Vorschläge

In der Debatte auf Facebook sind viele andere Varianten ins Spiel gebracht worden - ernsthafte, aber auch spaßige. Wie „Dorsten an der Ampel“. Ein vom Autoverkehr offenbar genervter Kommentator findet „Klein-Hockenheim“ ganz passend, ein anderer plädiert für „EPS-Zentrum“. Das kratzt aber nach einigen Wochen wahrscheinlich niemanden mehr. Heike Pollender hält die Debatte für „Schmarrn“ und fragt: „Warum nicht gleich umbenennen in: Dorsten an der Lippe und am Kanal, aber ohne Freibad?“

„Warum nicht gleich umbenennen in: Dorsten an der Lippe und am Kanal, aber ohne Freibad?“
Heike Pollender

Werner Winkel schrieb der Redaktion, dass man durchaus geteilter Meinung sein kann, ob Dorsten einen Beinamen braucht. „... an der Lippe“ klinge aber nicht so attraktiv wie (Haltern) „am See“. Winkel selbst, und mit dieser Meinung ist er nicht allein, fände „Hansestadt Dorsten“ ganz passend. „Wir gehören der Vereinigung der Hansestädte an, und es gehört zu den Aufgaben der Städte, den Geist der Hanse als Lebens- und Kulturgemeinschaft mit Leben zu füllen.“

Kritik am Vorstoß der SPD

Angelika Brüggemann und anderen gefiele der Stadtname „Lippestadt Dorsten“ ganz gut, doch viele Menschen sind offenbar der Meinung: Dorsten muss Dorsten bleiben. Punkt! Manch einer glaubt zu ahnen, dass es sich um ein „Sommerloch-Thema“ handelt, zahlreiche Rückmeldungen machen auch deutlich, dass sich die Politik gefälligst „um wichtigere Themen kümmern“ sollte.

Sehr irritiert ist Norbert Holz, Mitglied der Hervest-Konferenz, über den Vorstoß der SPD: „Sicher ist jedem Bürger unbenommen, Vorschläge zu machen. Da es aber drei Veranstaltungen zum Thema Stadtmarketing gegeben hat, wäre es zielführender gewesen, wenn Herr Fragemann und die SPD sich hier eingebunden hätten. Dorstens Markenkern ist mehr als die Lippe.“

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