Digitaler Unterricht

Digitaler Unterricht: 1.475 Tablets für Lehrer und Schüler in Dorsten

Die Stadt wird alle Lehrer und viele Schüler mit iPads für den Digital-Unterricht ausstatten. Kosten: 750.000 Euro aus Landes-Förderung. Das Land unterstützt aber auch die Ursulinen-Schulen.
Das Bild zeigt Dirk Hülsmann und Susanne Diericks mit Tablets, die für Lehrerinnen und Lehrer sowie bedürftige Schülerinnen und Schüler angeschafft wurden. © Stadt Dorsten

Nicht erst seit Corona, sondern auch schon vor der Krise war klar: Schulen müssen bei der Digitalisierung aufholen. Denn nicht nur im Distanzunterricht, auch in der Schule soll der Unterricht digitaler werden. Dazu braucht es aber zunächst die passende Ausstattung.

Für rund 750.000 Euro

Die Stadt Dorsten hat nun insgesamt dafür 1.475 Tablets für rund 750.000 Euro angeschafft. Die Geräte für Lehrerinnen und Lehrer werden zu 100 Prozent vom Land finanziert, die für Schülerinnen und Schüler zu 90 Prozent. Die Geräte sind Leihgaben und sollen Empfängern in städtischen Schulen aller Schulformen zugute kommen.

Die Stadt Dorsten hatte im August des letzten Jahres den Förderantrag gestellt, in den Schulen den erwarteten Bedarf abgefragt und nach einer Ausschreibung iPads geordert. Vor allem Schüler, die zu Hause keine ausreichende technische Ausstattung haben, um am Lernen auf Distanz in digitaler Form teilzunehmen oder deren Eltern nicht so gut betucht sind, dürften in den Genuss der Technik kommen.

Zu den Tablets gehören eine abnehmbare Tastatur, ein Eingabestift sowie eine Schutzhülle. Sobald die erforderlichen Nutzungsvereinbarungen der Stadt unterschrieben vorliegen, werden die Geräte kurzfristig an die Schulen ausgeteilt und unmittelbar an die Schüler ausgegeben, damit sie nicht im Schulgebäude gelagert werden müssen. Die Tablets für die Lehrerschaft wurden bereits verteilt.

Susanne Diericks, Leiterin der Schulverwaltung: „Die Verteilung der iPads bringt uns bei der Digitalisierung des Unterrichts ein großes Stück nach vorn.“

Dass Apple- und nicht etwa Android-Geräte angeschafft wurden, habe laut Stadt mehrere Gründe: Im App-Store stehen kostenlose Bildungs-Apps zur Verfügung, in Testklassen von Dorstener Schulen seien gute Erfahrungen mit iPads gemacht, innerhalb der erlaubten Preis-Kategorie habe es keine anderen Produkte mit gleichwertiger Ausstattung gegeben und Apple bietet fünf Jahre kostenlose Updates, andere Anbieter deutlich kürzer.

Einheitlicher Standard

Dirk Hülsmann, Leiter der technischen Abteilung: „Da die Geräte im Eigentum der Stadt verbleiben, war es uns wichtig, dass wir einen möglichst einheitlichen Standard schaffen. iPads, die an Schüler in den Entlassklassen ausgegeben werden, werden wir ja bereits im Sommer zurückerhalten und können diese an andere Schüler weitergeben.“

Übrigens: Aus dem Digitalpakt Schule erhält auch die Stiftung St. Ursula in Dorsten rund 177.000 Euro. Mit der Landesförderung des Landes werden 37 Tablets, Whiteboards, Beamer und Sound-Systeme für 18 Klassenräume sowie Sensoren für die naturwissenschaftliche Bildung angeschafft. Außerdem wird der WLAN-Ausbau im Schulgebäude gefördert.

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