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Diese Poller sollen Dorstens Altstadt besser vor Terrorangriffen schützen

dzFußgängerzone

Schön soll sie werden, die Fußgängerzone in der Dorstener Altstadt. Und sicherer. Im nächsten Jahr werden rund 30 Poller aufgestellt, die meisten tragen das Prädikat „Hochsicherheit“.

Dorsten

, 12.12.2018 / Lesedauer: 2 min

An der oberen Lippestraße ist mittlerweile gut zu erkennen, wie sich Dorstens Fußgängezone verändert. Das Pflaster ist dort gelegt, doch einige Details fehlen noch: Bänke, Mülleimer, Straßenlaternen - und die elektronischen Poller, die die Zufahrt in die Altstadt versperren sollen.

Erst Wassertanks, dann bunte Betonklötze

Nach dem Terroranschlag auf einen Weihnachtsmarkt in Berlin vor zwei Jahren hatte sich die Stadtspitze zunächst dazu entschlossen, große Wassertanks an den Hauptverkehrswegen in die Altstadt zu platzieren. Monate später wurden sie gegen Betonquader ausgetauscht, die von Kinder- und Jugendgruppen bemalt wurden. Wirksamen Schutz vor einem Terroranschlag mit Fahrzeugen bieten sie allerdings nicht, sagten Kritiker. Mittlerweile sind die meisten Betonklötze so weit verschoben worden, dass sie überhaupt kein Hindernis mehr sind.

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Etwa 20 Hochsicherheitspoller und rund ein Dutzend „einfachere Poller“ in den Seitenstraßen sollen im nächsten Jahr die Altstadt weitestgehend abriegeln. „Die Poller waren bislang nicht Bestandteil der Ausschreibung“, bestätigte Bernd Lehmann vom städtischen Planungsamt auf Nachfrage. „Das machte auch Sinn, weil es ein spezielles Werk ist.“

Aufwendige Technik

Der Einbau der Poller mit ihren Fundamenten im Untergrund ist die eine Sache, die Technik eine ganz andere. Da muss vorher geklärt sein, wer die Poller steuert und wer die Berechtigung dafür bekommt. Die Feuerwehr zum Beispiel muss sie per Fernsteuerung oder Funk absenken können, um ohne Verzögerung an den Brandort zu gelangen. Dem Lieferverkehr muss zu bestimmen Zeiten die Zufahrt ermöglicht werden, und die Poller müssen beheizbar sein, damit sie im Winter nicht festfrieren.

All diese Anforderungen sind laut Lehrmann nun gelöst. Etwa im Mai/Juni sollen die ersten Poller an der Klosterstraße eingebaut werden. „Anschließend wird an der Lippestraße nachgerüstet, je nach Baufortschritt werden die Poller dann während der Pflasterung gleich mitinstalliert.“

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