Die Neue Schule Dorsten soll erweitert werden - Ab 2022 reichen die Räume nicht mehr aus

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Die Neue Schule Dorsten kann sich über weitaus mehr Schüler freuen als erwartet. Noch reichen die Räume aus. Aber 2022 wird es eng. Deswegen soll jetzt gehandelt werden.

Dorsten

, 18.06.2019 / Lesedauer: 3 min

Die Sekundarschule war 2017 als vierzügige Schule geplant worden. Aber bereits der erste Jahrgang 2018/2019 ging mit fünf Klassen und 125 Schülern an den Start. Auch die 111 Fünftklässler, die ab diesem Sommer die Schule an der Pliesterbecker Straße besuchen, werden auf fünf Klassen verteilt. Die Gründe, warum so viele Eltern diese Schule für ihre Kinder aussuchen, sind vielfältig. Manche verweisen auf Facebook darauf, dass sie an der Gesamtschule Wulfen abgelehnt wurden, andere sind vom Konzept überzeugt, das genau zum eigenen Kind passe.

Langfristig fünfzügig

Vor dem Hintergrund der auslaufenden Geschwister-Scholl-, Dietrich-Bonhoeffer- und Erich-Klausener-Schule geht die Verwaltung von weiterhin hohen Schülerzahlen an der Sekundarschule aus. Der Schulentwicklungsplan hatte für die drei, damals noch aufnehmenden Schulen zwischen 128 (2018/2019) und 103 (2024/2025) Fünftklässler prognostiziert.

Diese Schüler kämen nun überwiegend für den Besuch der Sekundarschule infrage ebenso wie Schulwechsler, heißt es in der Vorlage, über die der Schulausschuss am kommenden Mittwoch berät und der Haupt- und Finanzausschuss im Juli entscheidet. „Aus diesen Zahlen lässt sich schließen, dass die Neue Schule Dorsten mittel- und langfristig fünfzügig sein wird.“

Bisher reichen die Räume. Aber auch verrechnet mit den weniger werdenden Klassen der Erich-Klausener-Realschule, die sich bis 2023/2024 ebenfalls im Schulgebäude an der Pliesterbecker Straße befindet, ist das 2022 nicht mehr der Fall. Im Schuljahr 2022/2023 fehlen laut Rechnung der Verwaltung drei, im Jahr 2023/2024 sechs Räume, wenn die Sekundarschule weiterhin fünfzügig starten wird.

Beginn in diesem Jahr

„Für eine bauliche Erweiterung ist eine Zeitschiene von mindestens zweieinhalb Jahren bei eigener und drei Jahren bei externer Vergabe der Planungsleistungen anzusetzen, sodass mit der Planung eines Erweiterungsbaus spätestens im laufenden Kalenderjahr begonnen werden müsste“, macht die Verwaltung die Dringlichkeit deutlich.

Verwaltung und Schulleitung der Sekundarschule haben gemeinsam ein „unverbindliches Raumprogramm“ überlegt, das unter anderem sechs Klassenräume, drei Differenzierungsräume und drei Fachräume umfasst. Als „Puffer“ für den „unwahrscheinlichen“ Fall, dass die Sekundarschule mit sechs Klassen in einzelnen Jahrgängen starten würde, sollten zwei zusätzliche Klassenräume sowie eine weitere Lernstation geplant werden.

1180 Quadratmeter mehr Raum stünden der Sekundarschule zur Verfügung, wenn die Politik den Plänen der Verwaltung zustimmt. Die Kosten für die Erweiterung werden auf rund 7 Millionen Euro geschätzt; das Geld wäre in den Haushaltsjahren 2020 bis 2022 bereitzustellen.

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