Die Mehrheit fühlt sich in Dorsten sicher und findet Radarfallen gut

dzOnline-Umfrage

„Es wird immer schlimmer.“ Das ist eine der gängigen Aussagen in den Sozialen Medien, wenn es um die Kriminalität in Dorsten geht. Doch wirklich unsicher fühlen sich die wenigsten Menschen.

Dorsten

, 03.08.2020, 04:45 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die meisten Menschen in Dorsten fühlen sich sicher. Das gilt vor allem für den Ortsteil, in dem sie wohnen, aber auch für die Innenstadt. Zu diesem Ergebnis kommt eine Umfrage zur Arbeit der Stadtverwaltung, an der sich fast 700 Dorstener beteiligten.

Dass sie sich in der Innenstadt nicht sicher fühlen, können demnach 70 Prozent der Teilnehmer nicht bestätigen. Oder umgekehrt: Lediglich rund 25 Prozent fühlen sich (eher) unsicher. Noch deutlicher fällt das Stimmungsbild in den Ortsteilen aus: Dort haben nicht einmal 20 Prozent der Teilnehmer Sicherheitsbedenken.

Für den Leiter des Ordnungsamtes, Christoph Fortmann, sind das „gute Werte nicht nur für uns als Stadtverwaltung – sondern für Dorsten insgesamt. Dass es Menschen gibt, die sich in unserer Stadt nicht sicher fühlen, zeigt uns aber auch, dass wir an diesem Thema noch arbeiten müssen.“

Man muss sicherlich unterscheiden zwischen einer realen und einer gefühlten Gefährdung. Auch in Dorsten werden natürlich Straftaten begangen und niemand kann garantieren, dass niemals etwas passiert. Die jährlichen Kriminalitätsberichte der Polizei laut Fortmann zeigen aber, dass die Wahrscheinlichkeit in Dorsten geringer ist.

Präsenz zeigen für mehr Sicherheitsgefühl

„Wir müssen aber auch diejenigen im Blick haben, die sich schneller fürchten, die vielleicht schon einmal Opfer einer Straftat geworden sind und das Grundvertrauen in ihr Umfeld verloren haben“, so Fortmann. „Um das Sicherheitsgefühl zu stärken, zeigt unser Kommunaler Ordnungsdienst Präsenz im Stadtgebiet.“

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Einzelne Umfrageteilnehmer wünschen sich indes „mehr kommunalen Ordnungsdienst, mehr Kontrollen an den Straßen und Schulen“. Auch in der Fußgängerzone seien, so ein weiterer Vorwurf, Radfahrer und Skater unterwegs, ebenso gebe es am Kanalufer „lärmende und Müll hinterlassende Jugendliche“.

Als „erfreulich“ bezeichnet Andreas Wilming-Weber, Sprecher der Kreispolizeibehörde Recklinghausen, das Ergebnis der Umfrage. „Es ist schön, wenn das subjektive Sicherheitsempfinden mit dem objektiven in Einklang steht.“ Objektiv betrachtet sei das Kriminalitätsgeschehen im Kreis Recklinghausen im Jahr 2019 das niedrigste seit 40 Jahren gewesen. In Dorsten gab es statistisch im letzten Jahr einen Rückgang um zwölf Prozent gegenüber 2018.

Viel Lob für Radarfallen

Als „reine Abzocke“ empfinden laut der Umfrage nur knapp 40 Prozent der Umfrage-Teilnehmer die Radarkontrollen an den Straßen in Dorsten. „Der Vorwurf ist mindestens so alt wie die Radarfalle, die im letzten Jahr 60. Geburtstag feierte“. meint Stadtsprecher Ludger Böhne.

Dass ertappte Verkehrssünder über ein Fahrverbot schimpfen, liegt für ihn auf der Hand. „Zu schnelles Autofahren ist nicht nur eine Belästigung, sondern eine konkrete Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmer. Dies wird auch von vielen Bürgern so empfunden und eine wirksame Kontrolle eingefordert.“

Seitdem die Stadt Dorsten die Möglichkeiten der Geschwindigkeitsmessungen mit Anschaffung eines neuen Fahrzeugs ausgeweitet hat, ist die Zahl der Beschwerden über Raserei laut Böhne deutlich zurückgegangen. „Gleichzeitig erreicht uns auch Dank für den Einsatz der beiden Radarwagen.“

Seitdem die Stadt Dorsten die Geschwindigkeitsmessungen ausgeweitet hat,gibt es weniger Beschwerden über Raser.

Seitdem die Stadt Dorsten die Geschwindigkeitsmessungen ausgeweitet hat, gibt es weniger Beschwerden über Raser. © Stefan Diebäcker (A)

Die Stadt Dorsten ist übrigens nicht frei in der Auswahl der Messstellen. Jeder Einsatzort muss mit der Polizei abgestimmt werden. Blitzen darf die Stadt nur an rund 160 Stellen im Stadtgebiet, an denen nach vorhergehenden Erhebungen die zulässige Geschwindigkeit deutlich und von einer Mehrzahl der Fahrer überschritten wird oder an besonderen Gefahrpunkten wie Schulen, Kindergärten oder Altenheimen.

Die Dorstener Zeitung gibt der Stadt Dorsten jeweils die Möglichkeit, die Ergebnisse zu kommentieren. Da diese Erklärungen nur zusammengefasst veröffentlicht werden können, sind sie vollständig nachzulesen auf der Internetseite der Stadt Dorsten: www.dorsten.de
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