Die Heide kann weiter blühen

HARDT / ÖSTRICH Genüsslich knabbern die Soay-Schafe an der Erika. Für sie ändert sich wenig durch den Besitzerwechsel des 2,5 ha großen Geländes.

09.07.2008, 17:12 Uhr / Lesedauer: 1 min
Mit Heideaktien und Scheck wurde der Kauf perfekt gemacht.

Mit Heideaktien und Scheck wurde der Kauf perfekt gemacht.

Der NABU (Naturschutzbund) Dorsten ist jetzt Besitzer der Heidefläche "Rütterberg-Nord". Die Fläche wurde von der evangelischen Kirchgemeinde Gahlen gekauft. Möglich wurde der Erwerb durch eine großzügige Spende der Sparkasse-Vest-Stiftung in Höhe von 8000 Euro und den Verkaufserlös von so genannten "Heideaktien". "Es ist eine der letzten Heideflächen in Dorsten", so Johannes Ader vom NABU Dorsten. Der NABU macht sich seit Jahren stark für den Erhalt dieser Flächen.

Der Rütterberg an der Bestener Straße wurde 1983 unter Naturschutz gestellt. Seltene und gefährdete Pflanzen und Tiere wie Sandlaufkäfer, Heidelibelle, Wiesenpieper und Bärlapp haben auf dem Gelände ihre Heimat.

Regelmäßig Pflegeaktionen

Seit 1987 führt der NABU regelmäßig Pflegeaktionen zum Erhalt der Heide durch. In vielen Arbeitsstunden haben die Mitglieder für den Fortbestand der Flächen gesorgt. Gelungen ist auch das Experiment, mit Soay-Schafen die Flächen zu pflegen. Die kleinen robusten (Fast-) Allesfresser halten den Pflanzenwuchs gering. "Helfen Sie mit, ein gutes Stück Dorsten zu erhalten und werden sie symbolischer Teilhaber des Rütterbergs", so die Bitte von Johannes Ader.

Wer das Projekt noch unterstützen möchte, kann "Heideaktien" erwerben, um den Rest der Kaufsumme zu finanzieren. Der Aktienpreis beginnt bei 25 Euro, Spenden können auf das Konto Nr. 11103298 der Sparkasse Vest, BLZ 42650150, überwiesen werden, Stichwort "Heide". Die Spender werden auf einer Tafel am Heidegelände aufgeführt.

 

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