Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

1403 Menschen haben an der Umfrage zu den Mercaden in Dorsten teilgenommen. Es wurde viel Kritik geübt, aber auch gelobt. Das Centermanagement kommentiert die Ergebnisse.

Dorsten

, 08.12.2018 / Lesedauer: 3 min

Aus Sicht von Helmut Koprian, dem Vorsitzenden der Geschäftsführung von Koprian IQ, sind die Ergebnisse „nicht gutgeredet“, sondern sehr ehrlich. „Das gilt es, zu verstehen und im neuen Jahr Stück für Stück zu verbessern“, sagte er.

Die Ergebnisse der Mercaden-Umfrage - und was das Management dazu sagt

So soll das Obergeschoss der Mercaden nach der „Repositionierung“ aussehen. © Koprian IQ

Koprian, dessen Unternehmen Anfang des Jahres das Centermanagement für die Mercaden übernommen hat und ab Frühjahr und bis Herbst 2020 das Einkaufszentrum umgestalten möchte, hat sich die Bewertung der 14 vorgegebenen Aussagen angeschaut und eine persönliche Einschätzung gegeben.

Wir unterteilen ganz grob in drei Bereiche:

Das Image

Koprian ist froh, dass viele Dorstener den Mercaden eine zweite Chance geben wollen (Durchschnittswert 3,5). „Danke für diese Bewertung. Das neue Funktionskonzept und die Optimierung werden bis Herbst 2020 von uns umgesetzt“, verspricht er. Die gleiche Bewertung gab es auch für die Eröffnungsphase. Koprian hält den Wert nur für „befriedigend“, aber auch nachvollziehbar. „Das war ja damals keine marketingstarke Eröffnung mit verzögertem Start von Kaufland und TK Maxx.“

Die Vermietungssituation

Die Ankermieter schneiden in der Bewertung ganz ordentlich ab, aber Koprian ist überzeugt, dass sich der Wert (3,7) steigern lässt. Dass viele Menschen die Probleme der kleinen Läden im Erdgeschoss haben kommen sehen, wundert Koprian nicht: „Das sehe ich genauso, was Mieterqualität und Branchenmix angeht.“

Die Ergebnisse der Mercaden-Umfrage - und was das Management dazu sagt

Im Erdgeschoss der Mercaden sind viele Ladenlokale geschlossen - oder niemals eröffnet worden. © Stefan Diebäcker

Mehr Modegeschäfte, mehr Läden für junge Leute – auch das ist vielen Dorstenern wichtig. Koprian kommentiert knapp: „Richtig, wir arbeiten dran.“ Das Gastronomieangebot wie gewünscht auszuweiten, haben sich die Fachleute ebenfalls auf die Fahnen geschrieben, „aber das kann in ganz Dorsten verbessert werden“, glaubt der Centermanager.

Nicht zufrieden ist Helmut Koprian, dass kaum jemand einen Großteil seiner Einkäufe in den Mercaden erledigt. „Dieser Wert kann auf jeden Fall gesteigert werden!“, meint er. Die Bestnote in der Umfrage bekommt das Parkhaus – für Koprian nicht verwunderlich. „Das sind für die Stadt einmalige Premium-Parkplätze, das wissen die Dorstener zu schätzen.“

„Eine optimierte Fußgängerzone und optimierte Mercaden sind ein Glücksfall für die Innenstadt im Wettbewerb der Standorte in der Region.“
Helmut Koprian

Die Altstadt

Die Geschäfte in der Fußgängerzone und am Marktplatz haben von den Mercaden kaum oder gar nicht profitiert, glauben die meisten Umfrage-Teilnehmer (Wert 2,3). „Das ist zu niedrig“, gibt Koprian zu, „und kann gemeinsam mit der Kaufmannschaft gesteigert werden.“ In den Mercaden sind seinen Angaben zu Folge täglich im Durchschnitt zwischen 7000 und 8500 Menschen.

Seit der Eröffnung der Mercaden gibt es immer wieder Kritik, dass es viele Geschäfte so oder so ähnlich auch in der Altstadt gibt. Das spiegelt auch die Umfrage. Koprian sagt dazu: „Das ist richtig, aber nicht falsch.“ Mit anderen Worten: Konkurrenz belebt das Geschäft. Und mehrere Apotheken, Friseure, Optiker und Bäcker gab es auch schon vor den Mercaden in der Altstadt.

Die Ergebnisse der Mercaden-Umfrage - und was das Management dazu sagt

Die obere Lippestraße fast fertig. Im nächsten Jahr wird die übrige Fußgängerzone erneutert. © Ralf Pieper

Koprian glaubt, dass es mit der Umgestaltung der Mercaden und der Fußgängerzone in der Altstadt aufwärtsgehen wird. „Eine optimierte Fußgängerzone und optimierte Mercaden sind ein Glücksfall für die Innenstadt im Wettbewerb der Standorte in der Region.“

In einem Punkt allerdings kommt Helmut Koprian mit den Dorstenern überhaupt nicht überein. Die große Mehrheit glaubt, dass Einkaufszentren wie die Mercaden die Innenstädte zerstören. „Dieser Meinung kann ich mich nicht anschließen.“

Jetzt lesen

Schlagworte:
Lesen Sie jetzt