Mehr Passanten, die durch die neu gestalteten Fußgängerzone flanieren: Ein Wunsch, der mit einem Konzept gegen den Leerstand Wirklichkeit werden könnte. © Claudia Engel (A)
Fördermittel aus Sofortprogramm

Die Dorstener Altstadt soll leben: Pläne für sieben leere Läden

In der Altstadt stehen einige Ladenlokale leer. Das soll sich ändern. Denn es gibt vielversprechende Ideen, den Leerstand zu beseitigen. Dafür fließt reichlich Geld vom Land.

Der Leerstand einiger Geschäftslokale in der Dorstener Altstadt ist nicht schön und für viele Dorstener ein Ärgernis. Das Land sorgt jetzt mit einem Sofortprogramm dafür, dass die Dorstener Altstadt neue Angebote dazu gewinnt. Es fließen Fördermittel in Höhe von 348.000 Euro. Die Stadtverwaltung hat schon einige Ideen entwickelt, was sie mit dem Geld anfangen möchte.

„Die Stadt kann damit selbst Ladenlokale in der Fußgängerzone anmieten und sie zu vergünstigten Konditionen an Interessenten weitervermieten“, sagt Stadtbaurat Holger Lohse dazu. Die Stadt Dorsten habe die maximale Summe für die Förderung vom Land bekommen, die sich an der Anzahl vorhandener Leerstände orientiert. So kann ein Konzept für sieben Ladenlokale an strategisch wichtigen Punkten in der Fußgängerzone entwickelt werden. Projektideen gibt es bereits.

Vielversprechende Projektideen sind vorhanden

Mit einem Mix aus Handel, Handwerk, Kultur und Dienstleitungen soll das Angebot in der Innenstadt erweitert werden. „Der Mix soll positiv zur Lebendigkeit und zum Einkaufsgenuss beitragen“, sagt Holger Lohse und nennt Beispiele: Pop-up-Stores etwa und Gastronomie Start-ups, aber auch Verkaufsflächen auf Zeit für das Testen von Konzepten oder Regionalläden zur Präsentation regionaler Produkte könnten Leben in die Altstadt bringen.

Ausstellungsmöglichkeiten für Handwerk und Kultur

Denkbar seien aber auch Ausstellungsmöglichkeiten für das produzierende Gewerbe oder das ortsansässige Handwerk in Dorsten. Auch ein Künstlereck als Begegnungsort für Kunst-Café und Ausstellungsmöglichkeiten sowie Orte der Begegnung für Ehrenamtliche und Selbsthilfe seien denkbar.

Der Zuwendungsbescheid vom Land ist der Stadt vor der Jahreswende zugegangen. Die Projektlaufzeit beträgt drei Jahre und umfasst den Zeitraum von 2021 bis 2023. In diesem Zeitraum können die Ladenlokale jeweils für zwei Jahre vergünstigt durch die Stadt angemietet und weitervermietet werden.

40 von 70 Millionen Euro fließen jetzt

Das Sofortprogramm zur „Stärkung unserer Innenstädte und Zentren in Nordrhein-Westfalen“ wurde am 9. Juli 2020 aufgelegt. 70 Millionen Euro stehen zur Verfügung, 40 Millionen Euro kommen jetzt 32 Kommunen im Land zugute, darunter Dorsten.

Das sei „für die Städte, den Handel und für die Bürger und Bürgerinnen ein echter Lichtblick“, sagte Bauministerin Ina Scharrenbach bei der Vorstellung der Soforthilfe. „Gemeinsam anpacken, um die Marktplätze des 21. Jahrhunderts zu gestalten“ lautet ihr Anfeuerungsruf für die Kommunen und deren Bürger.

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Seit 20 Jahren als Lokalredakteurin in Dorsten tätig. Immer ein offenes Ohr für die Menschen in dieser Stadt, die nicht meine Geburtsstadt ist. Das ist Essen. Ehefrau, dreifache Mutter, zweifache Oma. Konfliktfähig und meinungsfreudig. Wichtige Kriterien für meine Arbeit als Lokalreporterin. Das kommt nicht immer gut an. Muss es auch nicht. Die Leser und ihre Anliegen sind mir wichtig.
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Claudia Engel

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