Die Ampel am Westwall nervt alle - 45.000 Fahrzeuge rollen täglich daran vorbei

Ampelschaltung

Die kurzen Ampelphasen an den Mercaden nerven Autofahrer und Fußgänger. Beiden Verkehrsteilnehmer-Gruppen gleichermaßen gerecht zu werden, ist schwierig.

Dorsten

, 24.12.2018, 13:06 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die Ampel am Westwall nervt alle - 45.000 Fahrzeuge rollen täglich daran vorbei

Die Ampelschaltung an der Kreuzung B224/Westwall (Mercaden) ist hochkomplex. An Schultagen und an Feierabenden staut sich der Verkehr bis zur Kanalbrücke zurück. © Claudia Engel

Das verdeutlichte Christoph Möllers, bei der Stadt zuständig für die Verkehrsplanung, im Umweltausschuss am Dienstag. Mehrfach ist die Ampelsteuerung an den Mercaden Thema im Umweltausschuss gewesen.

Bislang konnte noch keine befriedigende Lösung für das Verkehrsproblem gefunden werden. Christoph Möllers wies darauf hin, dass das tägliche Verkehrsaufkommen an der Kanalbrücke in den vergangenen zehn Jahren von 35.000 auf 45.000 Fahrzeuge angewachsen sei. Die Folge: lange Rückstaus von Rechtsabbieger-Fahrzeugen bis zur Kanalbrücke.

Die Rückstaufläche ist dem Fahrzeugverkehr nicht gewachsen

Sie alle wollen nach rechts in den Westwall einbiegen, die Rückstaufläche vor den Mercaden ist in Stoßzeiten aber zu kurz. „Drei Fahrzeuge kommen bei Grün um die Ecke, dann müssen die Autofahrer die Fußgänger passieren lassen, die Grün haben“, sagte ein Ausschussmitglied.

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Auch die Fußgänger sind kreuzunglücklich. Ihre Grünphase dauert sowieso nur wenige Sekunden. Verkürzt man die Fußgängerzeit weiter, so Möllers, „wird die Zahl der Rotläufer zunehmen“. Das sei nicht erwünscht.

Abhilfe ist aber in Sicht: Die alte Ampelsteuerung soll bald durch ein neues Steuergerät ersetzt werden

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