Der Weg zum Gotteshaus St. Barbara

Josef Vrenegor

Josef und Barbara Vrenegor gehörten zu den ersten 50 Familien, die in die "Baugruppe Marschall" in der Neuen Stadt Wulfen einzogen. Als engagiertes Mitglied der katholischen Gemeinde war er mitverantwortlich für den Neubau des Gotteshauses in Wulfen.

WULFEN-BARKENBERG

von Von Sabine Bornemann

, 02.11.2011 / Lesedauer: 3 min
Der Weg zum Gotteshaus St. Barbara

In den Altar wird eine Schrift eingelassen. Links mit der Mörtelkelle in der Hand ist der bauausführende Architekt Hubert Storlbrink zu sehen. In der Mitte steht Weihbischof Laurenz Böggering; rechts neben dem Altar ist Pfarrer Karl Pilatus zu sehen.

Josef Vrenegor war schon in der katholischen Jugendarbeit engagiert und kannte Pastor Pilatus von St. Matthäus noch als Kaplan. In Neu-Wulfen sollte eine katholische Gemeinde mit neuem Kirchbau entstehen. Pilatus animierte Vrenegor, alle hinzuziehenden Familien zu besuchen. Daraus ist dann ein „Pfarrkomitée“ erwachsen. Josef Vrenegor wurde Vorsitzender und auch für die Beratungen zum Neubau in den St.-Matthäus-Kirchenvorstand aufgenommen. Damals stand schon fest, wer das Gotteshaus bauen sollte: Josef Lackner aus Innsbruck, der den 2. Preis bei einem internationalen Architektenwettbewerb gewonnen hatte. Zuschüsse wollte das Bistum aber nur für einen rein katholischen Sakralraum gewähren. Damit waren ökumenische Ideen gestorben. Im September 1973 wurde die neue Kirche eingeweiht und im gleichen Jahr Pfarrer Josef Pott nach Wulfen versetzt. Pilatus strebte eine Großgemeinde mit Filialen in Neu-Wulfen und Deuten an. Aber St.Barbara wollte eigenständige Gemeinde werden.

Eine Einigung war nicht möglich und wurde schließlich vom Generalvikariat diktiert. Der Westabschnitt der neuen Stadt wurde nun St.Matthäus zugeschlagen. Dafür konnte St.Barbara am 1.1.1975 selbständige Pfarre werden. Josef Vrenegor wurde in den ersten Kirchenvorstand gewählt. Seine Frau Barbara übernahm von Anfang an ehrenamtlich die Aufgaben einer Gemeindesekretärin. Und im Taufbuch der neuen Gemeinde steht als erster Täufling unter Januar 1975: Kristin Vrenegor.

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