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Der Schützenkönig von St. Marien spricht über eine unbeschreibliche Zeit

dzInterview

Der Schützenverein St. Marien eröffnet am Wochenende die Schützenfest-Saison in Dorsten. König Manuel Kabbe erinnerte sich an besondere Momente und hat einen Tipp für seinen Nachfolger.

Dorsten

, 24.05.2019 / Lesedauer: 3 min

Herr Kabbe, war der Schuss auf den Vogel vor zwei Jahren eigentlich von langer Hand geplant?

Nein, geplant war das nicht, ganz im Gegenteil. Ich bin selten so entspannt beim Schützenfest gewesen wie vor zwei Jahren. Ich dachte, wir haben diesmal ja genug Anwärter, und um eine Königin habe ich mich auch vorher nicht gekümmert und das war auch gut so. Denn wie es dann gekommen ist, besser geht es nicht.

Also sind Sie zufällig König geworden?

Ja, das hat sich auf der Schützenwiese spontan ergeben, als Annette (Krampe, Anm. der Redaktion) ihre Bereitschaft signalisiert hat, mich in meiner Amtszeit zu begleiten. Ich glaube, sie hat gesagt: „Dann schieß den Vogel mal ab, wir machen das dann schon.“

Viele Könige sind, wenn der Vogel gefallen ist, von den vielen Eindrücken zunächst überwältigt und realisieren erst später, was passiert ist. Wie war das bei Ihnen?

Das ist auch bei mir so gewesen. Noch heute habe ich vor Augen, wie die Reste des Vogels, gefühlt in Zeitlupe, runter flattern. Und dann hörte ich plötzlich durch die Lautsprecher die Ansage: „St. Marien hat einen neuen König und eine neue Königin.“ In dem Moment hatte ich so auf der Zunge: „Du, Paul, wir sollten darüber nochmal sprechen“, und dann war ich auch schon auf den Schultern unserer Offiziere.

Erinnern Sie sich noch an die erste Amtshandlung?

Die Regentschaft beginnt mit der Inthronisierung. Zu unserer großen Freude wurde diese durch unseren Bürgermeister Tobias Stockhoff vorgenommen. Hier möchte ich mich auch nochmal recht herzlich bei ihm dafür bedanken. Ich finde es wirklich beeindruckend, wie oft man ihn bei allen unseren Schützenfesten in Dorsten sieht und wie er sich für uns Schützen engagiert.

Der Schützenkönig von St. Marien spricht über eine unbeschreibliche Zeit

Eine der letzten "Amtshandlungen: Manuel Kabbe und seine Königin Annette Krampe binden einen Kranz. © Ralf Pieper

Im Rückblick gesehen: Was hat Ihnen während der Regentschaft am meisten Freude bereitet?

Annette an meiner Seite zu haben, es war so unkompliziert mit ihr. Und es war eine große Freude zu sehen, dass langjährige Vereinsmitglieder und auch junge Schützen uns bei den Abordnungen begleitet haben.

Würden Sie irgendwann gerne nochmal König werden? (Sofern die Satzung das überhaupt zulässt)

Naja, dieser Mai sieht ja im Moment nicht nach Kaiserwetter aus. Aber vielleicht mal irgendwann, sag niemals nie.

Welche Tipps können Sie dem neuen König geben?

Mein Tipp ist: genieße diese besondere Zeit, sie geht wie im Flug vorbei. Ich war ja schon mal Prinzgemahl und habe so für mich gedacht, reicht mir, mehr geht nicht. Aber ich habe mich getäuscht, einmal König zu sein ist unbeschreiblich.

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