Die FDP schnitt bei der Bundestagswahl unter den Erstwählern am besten ab und holte auch bei der Juniorwahl ein starkes Ergebnis. (Symbolbild) © picture alliance/dpa
Meinung

Der eigentliche Gewinner der Juniorwahl ist die FDP

Direktmandat für den CDU-Kandidaten und die meisten Zweitstimmen für die SPD: Das liest sich zunächst gut für die Volkspartien, meint unser Autor. Aber der eigentliche Gewinner ist die FDP.

Bei der Juniorwahl an Schulen konnten Kinder ab der 7. Klasse ihre Stimme abgeben. Bei einigen wird es also noch Jahre dauern, bis sie dies auch bei einer richtigen Wahl tun dürfen. Zeit, in der sich vieles ändern kann und wird.

Im Wahlkreis Bottrop-Recklinghausen III schnitten CDU und SPD bei der Juniorwahl besser ab als bundesweit. Über die Gründe kann man nur spekulieren. Möglicherweise hängt es ja mit der elterlichen Prägung zusammen in einer Region, in der die beiden Volksparteien traditionell stark sind.

FDP verdoppelt Ergebnis von 2017

Bundesweit wurden wenig überraschend die Grünen stärkste Kraft bei der Juniorwahl. Die Partei gewann bei dieser Wahlsimulation im Vergleich zu 2017 aber nur knapp 3 Prozentpunkte dazu. Anders die FDP, die ihr Ergebnis vor vier Jahren verdoppelte und nur zwei Prozentpunkte hinter den Grünen landete. Unter den Erstwählern waren die Freien Demokraten bei dieser Bundestagswahl sogar stärkste Kraft.

Das zeigt, dass Klimaschutz der Jugend zwar sehr wichtig, aber nicht ihr einziges Thema ist. Schüler, Azubis und Studierende mussten in der Pandemie den Eindruck gewinnen, dass ihre Interessen nichts zählen. Da hat die FDP mit ihren Rufen nach mehr Eigenverantwortung offenbar Vertrauen gewonnen.

Über den Autor
Redakteur
Einst aus Sachsen nach Westfalen rübergemacht. Dort in Münster und Bielefeld studiert und nebenbei als Sport- und Gerichtsreporter gearbeitet. Jetzt im Ruhrpott gelandet. Seit 2016 bei Lensing Media.
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Robert Wojtasik

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