Denkmalgeschützte Villa von Fußballprofi erhält stattliche Förderung

Denkmalschutz

Eine denkmalgeschützte Villa stand lange leer. Ein bekannter Fußballprofi lässt sie herrichten, und jetzt fließen auch Gelder aus dem Denkmalschutzförderprogramm des Bundes in den Umbau.

Rhade

18.11.2020, 15:30 Uhr / Lesedauer: 1 min
Marvin Bakalorz und Architekt Eberhard Berg vor dem 60 Quadratmeter großen hinteren Anbau, der zur großen Wohnküche mit Panorama-Blick auf den Garten umgestaltet werden soll.

Marvin Bakalorz und Architekt Eberhard Berg vor dem 60 Quadratmeter großen hinteren Anbau, der zur großen Wohnküche mit Panorama-Blick auf den Garten umgestaltet werden soll. © Michael Klein (A)

Die Restaurierung des Wohnhauses an der Lembecker Straße soll in zwei Bauabschnitten erfolgen. Im jetzt mit 150.000 Euro aus dem Denkmalschutz-Sonderprogramm 2020 des Bundes geförderten ersten Bauabschnitt solle die Außenhülle (Fassaden, Dächer, Fenster, Außentüren) instandgesetzt werden, heißt es in einer Pressemitteilung der Bezirksregierung Münster.

Beim türkischen Erstligisten Denizlispor unter Vertrag

Fußballprofi Marvin Bakalorz (31) - in der Bundesliga schon für Eintracht Frankfurt, den SC Paderborn und Hannover 96 tätig und derzeit beim türkischen Erstligisten Denizlispor unter Vertrag - will das stattliche Bauwerk für seine Familie zu neuem Leben erwecken.

Dass der Mittelfeld-Spieler gerade auf diese Villa aufmerksam geworden ist, ist seinem Vater Dirk Bakalorz zu verdanken. Auch der gebürtige Bottroper hat früher in der Bundesliga Fußball gespielt, betreibt ein Sportfachgeschäft in Raesfeld und ist mit seiner Frau vor rund fünf Jahren nach Rhade gezogen.

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Als Dirk Bakalorz die heruntergekommene Villa entdeckte, war er schwer angetan. „Das Gebäude hat richtig Charakter, bei mir ist sofort der Funke übergesprungen“, sagt der Vater. Mussten nur noch der Sohnemann und die Schwiegertochter überzeugt werden - was auch klappte.

Wohnhaus wurde 1907 fertiggestellt

Bei dem Wohnhaus handelt sich um ein herrschaftliches Wohnhaus, das im Jahr 1907 fertiggestellt wurde. Seit 1986 steht die Villa bereits unter Denkmalschutz. Der Bauherr ist unbekannt. Stilistisch ist das Gebäude dem Historismus zuzuordnen. Es handelt sich um eines der ältesten – wenn nicht sogar das älteste – Bauwerk aus Kalksandstein in der Region. Die Raumstruktur im Inneren sowie Ausstattungselemente (Türen, Böden, Treppe, Fenster) stammen überwiegend aus der Erbauungszeit. Die Gesamtkosten für die Sanierung belaufen sich auf rund 377.049 Euro.

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