Das "Lady Fitness" ist insolvent

Hart umkämpfter Fitness-Markt

Das „Lady Fitness“ an der Martin-Luther-Straße 1 nach kurzer Betriebsdauer das Handtuch geworfen. Geschäftsführer Meik Tregel meldete zum 31. März Insolvenz beim Amtsgericht in Essen an. Der Markt in Dorsten ist hart umkämpft.

Dorsten

, 10.06.2015, 16:19 Uhr / Lesedauer: 1 min
Das "Lady Fitness" ist insolvent

Der Fitness-Markt auch in Dorsten ist hart umkämpft. Das "Lady Fitness" ist jetzt insolvent.

Vorläufiger Insolvenzverwalter ist Rechtsanwalt Michael Wölte aus Essen. Das Insolvenzverfahren läuft. Es wurde am 1. Juni eröffnet. Gläubiger können bis zum 3. Juli ihre Ansprüche beim Insolvenzverwalter anmelden.

Konzept ging nicht auf

Das Fitness-Studio wollte gezielt nur Frauen ansprechen und damit in die Fußstapfen der Vorgängerin an Ort und Stelle, „Injoy Lady“, treten. Zum kleinen Tarif hatten Frauen die Möglichkeit, ihre Fitness zu fördern – doch das Konzept ging offenkundig nicht auf. Kenner der Szene hatten den jungen Machern schon vor der Eröffnung signalisiert, dass das alte Konzept unter neuem Namen nicht mehr funktionieren werde, weil der Markt sich verändert habe: „Da hat jemand bittere Erfahrungen machen müssen“, kommentiert Paul Underberg, Geschäftsführer von Injoy.

Fitness-Angebote gibt es in Dorsten reichlich. Auch wenn noch viel Luft nach oben ist, wie erfahrene Betreiber meinen. 90 Prozent der Bevölkerung haben ein Fitness-Studio noch nicht von innen gesehen. Das, obwohl Fitness längst nicht mehr unter „Modeerscheinung“ und Lifestyle abgehakt werden kann, da der gesundheitliche Nutzen erwiesen ist. Insbesondere die älter werdende Bevölkerung eröffnet den Fitness-Studios neue Kundenkreise. In Dorsten und in Schermbeck gibt es neben „Injoy“, „Olymp“, „Be-Fit“, Anbieter wie das „Fitness-Camp“, „Fitness Life“, „Workers Hall“ und das Traningszentrum Lubicki.

Studie auf dem ehemaligen Zechengelände

Angedacht ist zudem, dass auf dem ehemaligen Zechengelände in Hervest ein weiteres Fitness-Studio errichtet wird. Doch der Ausgang der Verhandlungen ist noch völlig offen, weil der Umbau der Kaue auf dem ehemaligen Zechengelände hohe Summen verschlinge und der Umbau extrem teuer sei. Das sagt der ehemalige Geschäftsführer der Tempelmann-Gruppe, Ralf Ehlert, der zeitweilig in die Gespräche involviert gewesen ist. Gestandene Fitness-Anbieter beobachten die weitere Entwicklung in Hervest sehr genau. Und werfen schon einen Blick über die Stadtgrenzen hinweg nach Schermbeck. Auch kleinere Gemeinden gelten nämlich als begehrenswerte Trainingsgelände, um die Muskeln spielen zu lassen.  

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