"Das haben wir damals nicht gemacht"

Ärger über Müll

"Das ist eine Sauerei ersten Ranges", findet Stadtsprecherin Lisa Bauckhorn klare Worte für das, was wohl vor allem die diesjährigen Abiturienten während ihrer Mottotage mit dem Freizeitpark Maria Lindenhof angestellt haben.

Dorsten

, 10.04.2017, 15:02 Uhr / Lesedauer: 1 min

Verteilt über die gesamte Wiese liegen am Montagmorgen noch Schnapsflaschen, Plastikbesteck, Grills ... Und das, obwohl ein Anwohner still und leise bereits mit den Aufräumarbeiten begonnen hat.

Mit Handschuhen und Plastiktüten unterwegs

Alwin Madrowski ist, ausgestattet mit Handschuhen und Plastiktüten, dabei, die Hinterlassenschaften zu beseitigen. Auch am Sonntagmorgen war er schon ganz früh unterwegs. "Ich kann einfach nicht mit angucken, wie unmöglich das hier aussieht", sagt der Anwohner, der die Abiturienten bei ihren Partys letzte Woche gesehen hat.

Auch Robert Nolte, der am Montagmorgen mit seinem Hund im Freizeitpark unterwegs ist, beobachtete das fröhliche Treiben im Park. "Ich kann verstehen, dass sie hier feiern. Ich bin ja selbst hierher gezogen, weil man im Sommer hier so schön sitzen und grillen kann. Und es ist ja generell auch okay, dass sie feiern", sagt der Anwohner. Aber in diesem Jahr sei es "extrem" gewesen, schlimmer als in den elf Jahren, die er in Maria Lindenhof wohne. "Einer hatte so eine Karre mit einer Musikanlage dabei. Das war unheimlich laut", sagt er. Und auch der viele Müll sorgt bei ihm für Kopfschütteln. "Wir haben auch gefeiert, aber wir haben unseren Müll danach mitgenommen."

Schärfere Kontrollen

Die Dorstener Stadtverwaltung reagierte gestern verärgert auf die Verwüstung des Parks. "Die Herrschaften machen doch Abitur. Da dürfte man auch etwas soziale Verantwortung erwarten", sagte Lisa Bauckhorn. Sie informierte sogleich die Gärtner, die für die Grünflächen zuständig sind. "Sie werden heute noch damit beginnen, den Müll wegzuräumen." Auch während der Mottotage sei das Ordnungsamt dort unterwegs gewesen. "Es hat eine Ansprache an die Schüler gegeben. Aber das hat ja scheinbar nichts gebracht", sagt Bauckhorn. Im nächsten Jahr wird es laut Stadt Gespräche im Vorfeld der Mottotage geben. "Mit Schulleitung und Schülern. Außerdem sollen Ordnungsamt und Jugendamt an den Tagen kontrollieren." 

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