Das erste Konzert im Bürgerpark - „es fehlt die Leichtigkeit“

dzSteve Savage und Band

Steve Savage war am Freitagabend der erste Konzertgast des Jahres im Bürgerpark Maria Lindenhof. Die Zuhörer erlebten einen ungewöhnlichen Abend, auch wegen der Begleitumstände.

Dorsten

, 13.06.2020, 14:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Sonnenschein, Musik, plaudernde Menschen, keine Masken – aber auch wenn alles normal anmutete, war es doch anders. Sabine Wessing versuchte es in Worte zu fassen: „Wir lachen, tun gutgelaunt und versuchen uns die Normalität zurückzuholen. Aber wir wissen, dass das zurzeit nicht wirklich möglich ist. Es tut gut, dass es wieder Veranstaltungen gibt, aber es fehlt die Leichtigkeit.“

97 von 100 angemeldeten Besuchern kamen

Es war fast wie immer beim Konzert von Steve Savage und seiner Band am Freitagabend. Fast! Das Amphitheater war umzäunt und Security regelte den Einlass. Um die Corona-Abstandsregeln einhalten zu können, durften nur 100 angemeldete Besucher ins Amphitheater. 97 kamen.

Weitere Besucher saßen an Tischen und Bänken außerhalb der Umzäunung und lauschten der Musik, ohne die Band sehen zu können. „Aber Musik und der Blick auf den Kanal ist auch etwas Schönes“, meinte ein Besucher.

Steve Savage und seine Band waren der erste Konzert-Act in diesem Jahr im Bürgerpark Maria Lindenhof.

Steve Savage und seine Band waren der erste Konzert-Act in diesem Jahr im Bürgerpark Maria Lindenhof. © Ralf Pieper

Die Musik von Steve Savage einzuordnen, ist schwer möglich. Folk mit Indie- und Popelementen und einem gewissen Nashville-Groove trifft es vielleicht. „Wir haben hier einen Musiker, der äußerst facettenreich ist und sich nach jedem seiner Alben neu erfindet“, beschreibt Birger Schwalvenberg vom Veranstaltungsteam Schaukelbaum. Seit vielen Jahren ist Savage auf den Bühnen Europas und der USA unterwegs, veröffentlichte bereits mehrere Alben und ist ein gefragter Gitarrist.

Überleben in einer komplizierten Welt

Seinen Stil bezeichnet Savage selbst als „Akustik-Groove“ und zählt insbesondere Eric Clapton und Paul Simon zu den Künstlern, die ihn als Gitarristen nachhaltig geprägt haben. Darüber hinaus sind die musikalischen Einflüsse seiner jungen Jahre auf Hawaii und Nashville unüberhörbar.

Steve Savage ist ein Geschichtenerzähler. Seine Songs handeln vom Überleben in einer komplizierten Welt, thematisieren den Glauben, erzählen von schönen Erlebnissen in seinem Leben, aber auch von Schicksalsschlägen und der verlorenen Liebe. Themen, die emotional bewegen. „Egal in welcher Stimmung ich bin, bei Steve Savage finde ich immer den passenden Song“, so eine Konzertbesucherin.

Mit viel Spielfreude nach Dorsten gekommen

Was all die unterschiedlichen textlichen Themen vereint, sind Melodien, die ins Ohr gehen. Und der in Arme und Beine gehende Nashville-Groove. Das Publikum spürte am Freitagabend, dass Steve Savage seine Musik lebt. Er und seine Band brachten eine große Spielfreude mit nach Dorsten, einige Improvisationen und Kunststücke auf ihren Instrumenten inklusive - froh wieder vor echtem Publikum spielen zu dürfen. Das Publikum machte mit und klatschte im Takt der Musik.

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