Darum war 2016 ein Rekordjahr für das Atlantis

Mehr Besucher, mehr Umsatz

Mehr Besucher , mehr Umsatz: Das Jahr 2016 war ein Rekordjahr für das Freizeitbad Atlantis in Dorsten. Wir erklären die Hintergründe, warum der Bürgermeister von einer "Spardose" spricht und wie die Mitarbeiter am Erfolg beteiligt werden.

Dorsten

, 31.05.2017, 14:36 Uhr / Lesedauer: 2 min
Darum war 2016 ein Rekordjahr für das Atlantis

2001 eröffnet, 2004 von der städtischen Bädergesellschaft übernommen: Das Atlantis hat 2016 das erfolgreichste Geschäftsjahr seiner Geschichte geschrieben.Atlantis

Das Freizeitbad Atlantis hat das erfolgreichste Geschäftsjahr seit der Eröffnung im Jahr 2001 hinter sich. 2016 kamen 447000 zahlende Besucher ins Bad, nochmals 30000 mehr als im schon sehr guten Jahr 2015. Und: Der Umsatz überschritt nach Angaben von Karsten Meyer, Geschäftsführer der städtischen Bädergesellschaft, erstmals die Vier-Millionen-Euro-Marke. "Es war ein außergewöhnliches Jahr, das sich nicht so leicht wiederholen lässt", warnte Meyer vor übertriebenen Erwartungen.

"Spardose für die Stadt"

Bürgermeister Tobias Stockhoff bezeichnete das Atlantis gestern als "Spardose für die Stadt". 94000 Euro kommen jedes Jahr aus dem städtischen Etat als Verlustausgleich, im vergangenen Jahr waren es ausnahmsweise nur 850000 Euro. Und doch hat das Atlantis laut Meyer einen Überschuss von 367000 Euro erwirtschaftet. "Wir haben nun ein Eigenkapital von einer Million Euro und kämen theoretisch sogar ein Jahr ohne städtischen Zuschuss klar."

Soweit wird es allerdings nicht kommen. Stockhoff bezeichnete es jedoch als "gutes Gefühl", bei einem plötzlichen finanziellen Engpass den Verlustausgleich einmalig reduzieren zu können, ohne dass das Atlantis gleich vom Untergang bedroht wäre. "Das ist zumindest bis 2021 und dem Abschluss des Stärkungspakts eine gute Sache."

Im Dezember drei Wochen geschlossen

Ein Teil des Geldes soll und muss aber in das 17 Jahre alte Bad investiert werden, das die Bädergesellschaft 2004 übernommen hatte. Meyer kündigte für Dezember eine dreiwöchige Revisionsphase an, in der "technisch notwendige Arbeiten" erledigt werden, aber auch Verschönerungsaktionen geplant sind. "An dem Farbkonzept arbeiten wir."

Entscheidend für den Erfolg des vergangenen Jahres waren aus Sicht des Badleiters die Mitarbeiter. "Das alles funktioniert nur mit einem guten Team. Man muss den Freizeitgedanken im Gesicht haben." Zweites Erfolgsrezept: "Wir hören genau hin und stellen uns jeder sachlichen Kritik." Als Konsequenz können beispielsweise ab Juni Schwimmkurse über die Homepage des Bades gebucht und bezahlt werden, außerdem wird dort angezeigt, wenn Plätze kurzfristig frei werden. "Da gab es in der Vergangenheit viel Unzufriedenheit, das wird nun besser organisiert", betont Meyer.

Mitarbeiter bekommen eine Leistungszulage

Die Atlantis-Mitarbeiter werden übrigens am Erfolg unmittelbar beteiligt. Sie erhalten eine Leistungszulage von einmalig 1600 Euro brutto (bei einer Vollzeitstelle), im Jahr davor waren es 250 Euro. "Für manch einen ist das fast ein Monatsgehalt", gibt der Geschäftsführer zu, "das hat natürlich für große Freude gesorgt."

Der Autor informiert jeden Morgen per E-Mail über die Nachrichtenlage in Dorsten.

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