Darum verlässt Pfarrer Ulrich Franke Dorsten nach 25 Jahren

dzSt. Agatha

Ulrich Franke, Pfarrer von St. Agatha, verlässt Dorsten. An seiner neuen Wirkungsstätte hat er sich bereits bei den beiden Leitungsgremien der Pfarrei vorgestellt.

Dorsten

, 11.09.2019, 08:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Pfarrer Ulrich Franke wird Dorsten nach 25 Jahren verlassen. Der 61-jährige Pfarrer von St. Agatha hat sich die Entscheidung nicht leicht gemacht, wie er sagt: „Das ist für mich nicht einfach. Mich verbindet hier viel mit den Menschen und mit vielen Dingen, die ich hier zusammen mit anderen gestaltet und aufgebaut habe.“ Während der langen Zeit seien auch Beziehungen gewachsen.

Seit einiger Zeit trägt er sich nun aber schon mit dem Gedanken, die Pfarrei zu wechseln. „Unser Bischof bittet uns in die Jahre gekommenen Pfarrer wegen des Priestermangels, möglichst lange Pfarrer zu sein - auch bis 70 Jahre oder länger“, so Franke. „Ich bin mir sicher, dass es nicht gut für die Pfarrei ist, wenn ich noch eine so lange Zeit bleibe, auch wenn - so Gott will - die Gesundheit stabil bleibt.

Pfarrei braucht neue Impulse - geistlich und organisatorisch

Die Pfarrei brauche neue Impulse, betont Pfarrer Franke. Vor allem geistlich, aber auch organisatorisch, um als Pfarrei mehr zusammenzuwachsen und stärker mit christlichem Zeugnis in die Stadt hineinzuwirken. „Ich weiß auch, dass man in so vielen Jahren an einem Ort in jedem Fall partiell betriebsblind wird. Für mich selber kann ein Wechsel vielleicht auch gut sein.“

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Er sei gerne Priester und Seelsorger, aber Pfarrer in einer fusionierten Pfarrei mit vier Gemeinden und einer Kirchenprofanierung und Umwidmung zu sein, sei auch kräftezehrend.

Verabschiedung am 24. November

Kurz vor Ostern teilte Pfarrer Franke deshalb dem Personalchef des Bistums seinen Wunsch mit, als Pfarrer in eine kleinere Pfarrei zu wechseln. „In den Sommerferien schlug er mir im Namen des Bischofs vor, nach St. Vitus in Olfen zu gehen.“

An diesem Montag fand das Gespräch mit den beiden Leitungsgremien der Pfarrei statt, am Dienstag informierte Pfarrer Franke persönlich die Mitglieder des Kirchenvorstands und des Pfarreirates von St. Agatha.

Am 24. November (Sonntag) wird Pfarrer Franke sich in der Eucharistiefeier verabschieden: „Ich wünsche unserer Pfarrei einen zuversichtlichen Blick nach vorne, neue Perspektiven und Ideen und vor allem den Glauben, dass Gott mit seinem Sohn uns immer vorausgeht.“

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