Coronavirus: Test-Ergebnisse sind da - Neue Schule Dorsten atmet auf

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Nach dem Corona-Fall an der Neuen Schule Dorsten liegen die Test-Ergebnisse des Kollegiums vor. Die Schule bleibt vorerst im eingeschränkten Regelbetrieb.

Dorsten

, 17.08.2020, 17:40 Uhr / Lesedauer: 2 min

Am vergangenen Dienstag (11.8.) bestätigte das Gesundheitsamt im Kreis Recklinghausen, dass eine Lehrkraft der Neuen Schule Dorsten positiv auf das Coronavirus getestet wurde. Tags darauf wurden die 43 Kontaktpersonen vom Deutschen Roten Kreuz getestet. 17 Mitglieder des Kollegiums sind in 14-tägiger Quarantäne; eine Person erfuhr von dieser Sicherheitsmaßnahme kurz vor Einschulungsbeginn. „Sie hatte bis dahin aber keinerlei Kontakt zu Schülern“, versichert Schulleiterin Susanne Bender.

Warten, warten, warten ...

Bis vergangenen Freitag sollten die Testergebnisse eigentlich vorliegen. Einige Lehrer wurden aber erst am Samstag angerufen und über ihr Ergebnis informiert.

Die Schulleitung saß derweil auf heißen Kohlen, denn ein weiterer positiver Befund hätte „weitere Kreise gezogen“, nimmt Bender an. Kontaktpersonen hätten identifiziert, kontaktiert und getestet werden müssen. Im schlimmsten Fall wäre das Kollegium weiter ausgedünnt worden, wenn weitere Lehrer in Quarantäne gemusst hätten.

Inzwischen sind alle Getesteten über die Ergebnisse informiert. Und Schulleiterin Bender ist die Erleichterung anzuhören: „Gott sei Dank haben wir erfreuliche Nachrichten – alle Tests sind negativ ausgefallen.“

Die Lehrer bleiben trotz negativen Befunds in Quarantäne. Einen zweiten Test hat das Kreisgesundheitsamt Recklinghausen für die fünf engen Kontaktpersonen angemeldet. Ob auch andere Lehrer einen zweiten Test machen müssen, entscheiden die Gesundheitsämter des Wohnortes der jeweiligen Person. „Lehrer haben ja eh die Möglichkeit, sich alle 14 Tage kostenlos testen zu lassen, da haben wir dann ein dichtes Netz“, sagt Kreissprecher Jochem Manz. Der zweite Test wird in der Regel eine Woche nach dem ersten durchgeführt.

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Eingeschränkter Regelbetrieb und seine Vorteile

So oder so arbeitet die Sekundarschule vorerst im eingeschränkten Regelbetrieb. Das heißt, die Kinder und Jugendlichen sind im Schnitt zweieinhalb Zeitstunden da und werden von einem festen Lehrerteam unterrichtet. Die Neue Schule will durch ihr Konzept der unterschiedlichen Unterrichtszeiten nach Jahrgangsstufen und der festen Lehrer zusätzliche Sicherheit schaffen. So gibt es im Fall des Falles weniger Kontaktpersonen und die Nachverfolgbarkeit ist garantiert.

Während des Unterrichts, der von den Quarantäne-Lehrern mit vorbereitet wird, werden etwa zwei Fächer durchgenommen. Zuhause heißt es dann „Lernen auf Distanz“. Die Kinder bekommen Arbeitsblätter mit nach Hause, um den Stoff zu vertiefen. Susanne Bender sieht zwei Vorteile. Erstens: Im Gegensatz zum Corona-Unterricht vor den Ferien können Schüler und Lehrer nun im Präsenzunterricht die „Hausaufgaben“ vor- und nachbesprechen. Und zweitens: Der verkürzte Präsenzunterricht bedeutet, dass die Kinder sich langsam an das Tragen des Mund-Nase-Schutzes gewöhnen können.

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