Coronavirus: Stadtteilkonferenz für Wulfen bedankt sich bei Mitbürgern

Coronavirus

Die Wulfenkonferenz hat in diesen Tagen ein besonderes Anliegen: Die Stadtteilaktiven für Wulfen und Wulfen-Barkenberg möchten sich bei den Bürgern bedanken.

Wulfen, Wulfen-Barkenberg

von Dorstener Zeitung

, 28.04.2020, 16:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Die Stadtteilkonferenz für Wulfen und Wulfen-Barkenberg sagt Danke.

Die Stadtteilkonferenz für Wulfen und Wulfen-Barkenberg sagt Danke. © www.blossey.eu

Daniel Eickmann-Gerland, Heinz-Rüdiger Kühn, Rita Zachraj, Elsbeth Kolloczek und Helga Ben Amordas gehören dem Leitungsteam der Wulfenkonferenz an und möchten sich auf diesem Weg bei der Wulfener Bevölkerung bedanken.

So heißt es in dem Dankesschreiben an die Mitbürger: „Seit 25 Jahren versuchen wir, in Zusammenarbeit mit der Stadt Dorsten die soziale, kulturelle und städtebauliche Situation des Stadtteils zu begleiten und notwendige Verbesserungen vorzunehmen. Immer konnten wir feststellen, dass Interesse und Engagement sich für den Stadtteil einzusetzen, groß ist. Heute, in Zeiten der Corona-Pandemie, wird häufig und vielfältig den Menschen gedankt, die in vorderster Linie, in den Krankenhäuser, Altenheimen, Kindergärten und anderen zentralen Bereichen, über das Maß hinaus, den Laden am Laufen halten.

Gewohnter Lebensrhythmus hat sich verändert

Jetzt ist der Zeitpunkt gekommen, den Bürgerinnen und Bürgern unseres Stadtteil Danke zu sagen. Die Einschränkungen in das Grundrecht, sich frei zu bewegen, die Kontaktsperre zu engsten Familienangehörigen, keinen Spielplatz und Sportplatz besuchen zu können, sich als berufstätige Eltern die Kinderbetreuung neu zu organisieren, nur mit begrenzten Einkaufsmöglichkeiten zu leben, beeinträchtigen uns alle. Unser gewohnter Lebensrhythmus hat sich fast surreal verändert.

Alles Selbstverständliche muss neu bewertet werden, der kondenzstreifenfreie Himmel ist dabei ein schwacher Trost. Unsere zwanghafte Entschleunigung bringt uns aber auch mehr zu der Erkenntnis, dass wir den anderen brauchen.

Empathie und Solidarität spürbar

Oft wird unsere Gesellschaft als Ellenbogengesellschaft wahrgenommen, aber heute ist zu beobachten, dass die einzigartige Fähigkeit zu Empathie und Solidarität für diejenigen in der Bevölkerung, die zum Beispiel alleine zu Hause sind oder in ihrer Beweglichkeit eingeschränkt und auf Hilfe angewiesen sind, aufgebracht wird.

Wir klopfen an und fragen, wie wir helfen können.

Wir sind beeindruckt von der Disziplin und der Ruhe, wie unsere Mitbürger im Stadtteil die Einschränkungen akzeptieren und den veränderten Alltag in Zeiten von Corona mit Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft organisieren und meistern.

Wir hoffen, dass wir aus der Zeit des Individualismus in die Zeit kommen, wo wir feststellen, dass wir den anderen brauchen und mehr Respekt vor der Natur bekommen.“

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