Kaufleute in Dorsten haben vor dem Neustart eine dringende Bitte

dzCoronavirus

Die meisten Geschäfte in Dorsten dürfen am Montag wieder öffnen. Für die Kaufleute sind damit aber nicht alle Sorgen aus der Welt. Sie haben sogar eine dringende Bitte vor dem Start.

Dorsten

, 18.04.2020, 04:45 Uhr / Lesedauer: 2 min

Für die Mehrheit der Händler ist es eine Erleichterung, am Montag (20. April) wieder öffnen zu dürfen - wenn auch unter Einhaltung strenger Hygienevorschriften. „Wir sind sehr dankbar, dass unsere treuen Kunden uns während der Schließzeiten unterstützt haben, zum Beispiel mit dem Kauf eines Gutscheins“, sagt Lorenzo Köller, der Vorsitzende der Dorstener Interessengemeinschaft Altstadt (DIA).

Köller gehört zu den Händlern, die am Montag ihr Ladenlokal wieder öffnen dürfen, weil es weniger als 800 Quadratmeter Verkaufsfläche hat. Er betreibt mit seinem Partner Marcel Louwen in der Essener Straße ein Juweliergeschäft mit integriertem Pfand- und Leihhaus („Luxus-Spot“). Köller räumt ein: „Selbstverständlich sind auch Ängste vorhanden, da wir nicht einschätzen können, wie die Bevölkerung auf die Wiedereröffnung reagiert.“

„Nicht allzu viele gleichzeitig kommen“

Die letzten Wochen waren für die Händler, aber auch für die Kunden hart. „Wir hoffen, dass ab Montag nicht allzu viele Menschen gleichzeitig in die Altstadt strömen, da die Gefahr besteht, dass die Regeln wieder verschärft werden und folglich die Betriebe wieder schließen müssen“, sagt der Vorsitzende der Altstadt-Kaufleute.

Lorenzo Köller ist seit gut einem Jahr Vorsitzender der Dorstener Interessengemeinschaft Altstadt.

Lorenzo Köller ist seit gut einem Jahr Vorsitzender der Dorstener Interessengemeinschaft Altstadt. © Stefan Diebäcker

Die meisten der etwa 70 DIA-Mitglieder werden am Montag öffnen dürfen, einige wie das Modehaus Mensing aber noch nicht. Für Köller ist klar: „Wer öffnen darf, muss sorgfältig mit den Vorgaben des Ministeriums umgehen und die Kunden darauf aufmerksam machen, sich an die Abstands- und Hygieneregeln zu halten, damit auch die Geschäfte, die aktuell noch nicht öffnen dürfen, bald nachziehen können.“

Das besagt die neue Verordnung

In der neuen „Verordnung zum Schutz vor Neuinfizierungen mit dem Coronavirus“ heißt es u.a., dass „Vorkehrungen zur Hygiene, zur Steuerung des Zutritts, zur Vermeidung von Warteschlangen und zur Gewährleistung eines Mindestabstands“ getroffen werden müssen. In den Geschäften darf nur eine Person pro zehn Quadratmeter Verkaufsfläche sein.

Jetzt lesen

Die Stadtverwaltung hat verstärkte Kontrollen in den Ladenlokalen ab Montag angekündigt. Der Kommunale Ordnungsdienst wird nach Angaben von Bürgermeister Tobias Stockhoff Möglichkeiten zur Nachbesserung geben, wenn Vorgaben nicht eingehalten werden, aber im schlimmsten Fall seien auch Geschäftsschließungen möglich.

Geschäfte des Einzelhandels für Lebensmittel, Wochenmärkte, Abhol- und Lieferdienste sowie Geschäfte des Großhandels dürfen über die bestehenden gesetzlichen Regelungen hinaus an Sonn- und Feiertagen von 13 bis 18 Uhr öffnen; dies gilt nicht für den 1. Mai. Apotheken dürfen an Sonn- und Feiertagen generell öffnen.
Lesen Sie jetzt