Coronavirus: Höchstwert bei Neuinfektionen - verschärfte Maßnahmen drohen

Corona-Update

Mehr als 300 Neuinfektionen im Kreis Recklinghausen und eine Wocheninzidenz kurz vor der 200er-Marke: Im Kreis drohen verschärfte Schutzmaßnahmen. Auch in Dorsten steigen die Zahlen.

Dorsten

, 11.12.2020, 12:20 Uhr / Lesedauer: 1 min
In Dorsten ist die Wocheninzidenz niedriger als im Kreis Recklinghausen insgesamt. Wenn die 200er-Marke im Kreis RE überschritten wird, gibt es aber auch in Dorsten verschärfte Maßnahmen.

In Dorsten ist die Wocheninzidenz niedriger als im Kreis Recklinghausen insgesamt. Wenn die 200er-Marke im Kreis RE überschritten wird, gibt es aber auch in Dorsten verschärfte Maßnahmen. © Robert Wojtasik (Archiv)

Der Kreis Recklinghausen meldet am Freitag (11.12.) den Höchstwert an Neuinfektionen seit Beginn der Pandemie: 338 neue bestätigte Corona-Fälle gibt es kreisweit. Das entspricht dem landesweiten Trend: Das Robert-Koch-Institut meldet am Freitag für Nordrhein-Westfalen ebenfalls einen neuen Höchstwert bei den Neuinfektionen.

Es gab neun weitere Todesfälle im Kreis Recklinghausen. In Datteln starben eine Frau (73 Jahre) und zwei Männer (beide 90), in Gladbeck eine Frau (100) und ein Mann (74), in Haltern am See ein Mann (82), in Recklinghausen eine Frau (74) und ein Mann (56) sowie in Waltrop eine Frau (88). Die Zahl der Todesfälle im Kreis Recklinghausen steigt somit 161 und hat sich seit Oktober mehr als verdreifacht.

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Für Dorsten werden 38 Neuinfektionen gemeldet. Aktuell gibt es 145 (+11) bestätigte Fälle in der Stadt. Die Wocheninzidenz in Dorsten beträgt 131,2 (+10,7).

Die Wocheninzidenz im Kreis Recklinghausen nähert sich der 200er-Marke. Ab diesem Schwellenwert sollen Kreise und kreisfreie Städte Maßnahmen verschärfen. Aktuell liegt der Inzidenzwert für den Kreis RE bei 196,9 (+15,2).

Maßnahmenkatalog für Verschärfungen steht

Der Krisenstab des Kreises hat bereits einen Maßnahmenkatalog erarbeitet, der zur Abstimmung an NRW-Gesundheitsministerium, Landeszentrum Gesundheit NRW und Bezirksregierung verschickt wird, sobald der Inzidenzwert die 200 überschreitet.

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Was drinsteht, verrät die Kreisverwaltung nicht. Als der 50er-Wert überschritten wurde, hatte sie noch vorab über vorgesehene Verschärfungen informiert. Dann aber untersagte das Land NRW die ein oder andere geplante Maßnahme und der Kreis musste sich öffentlich korrigieren.

Wenige Tage später nahm das Land NRW dann einige der ursprünglich abgelehnten Vorschläge des Kreises RE selbst in die Coronaschutzverordnung auf, wodurch sie dann also doch auch im Kreis RE galten. „Das war zum Beispiel bei der Maskenpflicht für Zuschauer beim Sport der Fall“, sagt Kreissprecherin Svenja Küchmeister. „Am Ende hat das nur noch zu mehr Verwirrung beigetragen. Deshalb verkünden wir diesmal nur das, was dann auch wirklich gilt.“

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