Coronavirus: Französische Schüler lesen das Kinderbuch der Stadt

Coronavirus

Information und Aufklärung sind wichtige Elemente im Kampf gegen die Corona-Pandemie. Aus einer Initiative der Stadt Dorsten ist nun ein buchstäblich europäisches Projekt geworden.

Dorsten

29.04.2020, 12:15 Uhr / Lesedauer: 2 min
Ein Bild aus dem Corona-Kinderbuch

Ein Bild aus dem Corona-Kinderbuch © Stadt Dorsten/ Claudia Esser

Die Stadtverwaltung Dorsten hat früh angefangen, nicht nur „amtlich“ zu informieren, sondern hat auch Wege der Kommunikation gesucht, die die Problematik „locker“ erklären, die insbesondere Kinder und Jugendliche ansprechen.

Neben einige Spielideen und einer Osteraktion mit rund 1000 Rückmeldungen sind dabei auch die sogenannten „Hamsterplakate“ entstanden, entworfen von der Dorstener Grafikerin und Illustratorin Claudia Esser (www.manusfactur.de). Auf Initiative von Bürgermeister Tobias Stockhoff hat Claudia Esser außerdem das Kinderbuch „Was unsere Superhelden – und alle anderen auch – über Corona wissen sollten“entworfen, das auf der Internetseite der Stadt Dorsten zum kostenlosen Download bereit steht (bunt und schwarz-weiß zum Selberausmalen).

Schüler des Lycée de la Côtière in La Boisse

Dieses Buch zieht mittlerweile Kreise und daraus ist auch eine wunderbare europäische Initiative entstanden: Schüler des Lycée de la Côtière im französischen La Boisse haben das Buch mit ihrer Deutsch-Lehrerin Sybille Renonce für ein YouTube-Video eingelesen. Die Anfrage, ob dies genehmigt würde, unterzeichnete die Lehrerin mit dem Satz „Es lebe die deutsch-französische Freundschaft!“

Dem konnten auch Bürgermeister Tobias Stockhoff und Illustratorin Claudia Esser nichts hinzufügen und erlaubten selbstverständlich gerne die Verwendung der Bilder und Texte. Das vorgelesene Buch ist mittlerweile bei YouTube online:

„Die Schüler haben sich wirklich große Mühe gegeben und manchmal ihren Text mehrmals aufgenommen, um sich zu verbessern. Die Länge der Vokale und die Nasal-Laute verraten aber sofort, dass sie Franzosen sind. Aber sie waren begeistert dabei und sind ganz stolz darauf, bei diesem Projekt mitmachen zu dürfen“, schrieb Lehrern Sybille Renonce. Genau das macht den besonderen Charme dieses vertonten Kinderbuches aus.

Bürgermeister Stockhoff: „Dass Dorsten weltweit acht Städtepartnerschaften pflegt – zwei davon in Frankreich – zeigt, dass wir dem internationalen Austausch und der europäischen Idee verbunden sind. Insofern freut es uns, dass unser kleiner Beitrag zum Kampf gegen die Corona-Pandemie auch seinen Weg in andere Städte und Länder findet.“

Alle Angebote der Stadt, wie das Kinderbuch oder die Plakate, können heruntergeladen werden: www.dorsten.de/Corona/Downloads/Corona_Downloads.asp

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