Coronavirus: Desinfektor sorgt für Feuerwehr-Einsatzbereitschaft

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Corona beeinflusst auch die Arbeit der Feuerwehr. Die Einsatzkräfte müssen besondere Vorkehrungen treffen, um sich zu schützen. Dafür gibt es extra einen Desinfektor.

Dorsten

, 11.05.2020, 04:45 Uhr / Lesedauer: 1 min

Die Feuerwehrangehörigen und die Beschäftigten im Rettungsdienst haben momentan nicht nur viel Arbeit durch die gestiegene Anzahl der Transporte von Corona-Patienten, sie muss auch nach jeder einzelnen Fahrt den jeweiligen Rettungswagen desinfizieren. Jede Fahrt mit einem Verdachtsfall von Corona bedeute einen deutlichen Mehraufwand. Aus diesem Grund gibt es bei der Feuerwehr Dorsten seit Anfang März einen besonderen Desinfektionsbeauftragten für alle speziellen Fragen des Corona-Hygieneschutzes und der Schutzausstattung, nämlich Hauptbrandmeister Sven Steffen.

Erster Ansprechpartner in Sachen Desinfektion

Zwar gibt es pro Schicht sowieso einen diensthabenden Desinfektor, doch dieser versieht während seiner 24-Stunden-Schicht noch anderen Aufgaben. Aus diesem Grund wechselte jetzt Sven Steffen vom Wechsel- in den Tagesdienst und ist somit Tag für Tag erster Ansprechpartner in allen Belangen rund um die Desinfektion und der Beschaffung von entsprechenden Materialien.

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Nach jeder Fahrt eines Rettungswagens, unabhängig ob der Verdacht bestätigt ist oder nicht, werde das Fahrzeug komplett gereinigt und falle für eine Stunde aus. „Wir haben eine Desinfektionshalle, in der wir alle Oberflächen im Rettungswagen mit dem Desinfektionsmittel Wofasteril im Kombiverfahren mit Alcapur auswischen. Wir folgen hier den Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts und setzen auf die Wischdesinfektion“, erläutert Sven Steffen.

Desinfektion ist reine Handarbeit

Die Desinfektion ist demnach Handarbeit. Dazu ziehen sich die Fahrzeugbesatzungen Schutzkleidung an und wischen alle Oberflächen mit Reinigungstüchern, die mit einem speziellen Desinfektionsmittel getränkt sind, ab.

Dieses Mittel mischt der Desinfektor selbst an und überwacht die Desinfektionsmaßnahme. Dazu bedarf es aber einer speziellen Ausbildung, die nicht jeder Feuerwehrangehöriger hat. Hierfür gibt es extra Lehrgänge und wiederkehrende Auffrischungen.

Die Desinfektionslösung hat eine Einwirkzeit von fünf Minuten, erst danach darf der Rettungswagen wieder in Betrieb genommen werden. Nach der Desinfektion können die Mitarbeiter duschen und die Kleidung wechseln. Erst jetzt kann der Rettungswagen wieder in den Dienst gehen. Wie lange die Situation noch so anhält, ist erst einmal nicht abzusehen.

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