Coronavirus: Auch Fahrschulen sehen ihre Existenz bedroht

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Die Auswirkungen der Pandemie trifft unter anderem auch die Fahrschulen in Dorsten und ihre Fahrschüler. Ab sofort dürfen die Fahrschulen nicht mehr tätig werden. Das bedroht Existenzen.

Dorsten

, 18.03.2020, 14:15 Uhr / Lesedauer: 2 min

Seit Dienstag ist bekannt, dass weder der theoretische noch der praktische Unterricht durchgeführt werden dürfen. Der passende Erlass des Landes NRW gilt erst einmal bis zum 19. April. Im Gespräch mit Fahrlehrerin Steffi Schinkel und ihrem Mann Sascha, der ebenfalls Fahrlehrer ist, als auch mit Fahrerlehrer Karl-Heinz Szesny, die Fahrschulen in Wulfen und Barkenberg betreiben, wird die aktuelle Lage klar: Mit sofortiger Wirkung ist es ihnen nicht mehr gestattet, jegliche Art von Unterricht zu erteilen. So kommt es nun auch dazu, dass bereits anstehende Prüfungen absagt wurden.

„Uns sind da die Hände gebunden“

„Ich bin Inhaber zweier Fahrschulen. Das bedeutet für die Fahrschulen mindestens vier Wochen keinerlei Umsätze. Wobei die Kosten für Miete, Fahrzeuge, Versicherungen usw. natürlich weitergezahlt werden müssen. Das sind existenzielle Fragen, die wir uns jetzt stellen müssen, genauso wie viele andere Branchen in Dorsten natürlich auch“, erklärt Fahrlehrer Sascha Schinkel. Und seine Frau Steffi ergänzt: „Ich habe gestern erst einmal ein paar Stunden gebraucht, um diese neue Situation zu verstehen. Ich habe immer wieder nach Möglichkeiten gesucht, irgendwie weiter zu machen, bis ich dann einsehen musste, dass jetzt erst einmal gar nichts mehr geht. Uns sind da die Hände gebunden“.

Fahrerlehrer Karl-Heinz Szesny berichtet, dass es anfänglich gar nicht so einfach war, an Informationen zu gelangen. Doch mittlerweile funktioniere die Kommunikation mit der Fahrerlaubnisbehörde gut. „Allerdings gab es anfänglich mit dem TÜV Nord ein paar Schwierigkeiten, die jetzt aber auch beseitigt sind“, ergänzt Sascha Schinkel. Karl-Heinz Szesny weist daraufhin, dass er davon ausgeht, dass mit den Fristen für die Prüfungen jetzt kulant umgegangen werde.

Theoretische Lernphase kann weiter gehen

Beide Fahrschulen sehen ihre Existenzen bedroht. „Wir haben schon zu unserem Steuerberater Kontakt aufgenommen und versuchen jetzt auszuloten, was es an Hilfsangeboten gibt“, so das Ehepaar Schinkel. Für die Fahrschüler kann die theoretische Lernphase trotzdem weiter gehen. Online hat jeder Schüler einen Zugang, mit dem jetzt problemlos weiter gelernt werden kann, sind sich die Fahrschullehrer einig. „Es kann dann nahtlos da angeknüpft werden, wo vor der Pause aufgehört wurde. Es gehen weder die bisherigen Theoriestunden noch die Fahrstunden verloren. Auch braucht niemand um seine Anzahlung besorgt sein“ betonen die Fahrlehrer.

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