Der Spielplatz an der Ecke Talaue/Napoleonsweg wird in diesem Jahr endlich umgebaut. © Guido Bludau (A)
Spielplätze

Corona und mehr: So geht es mit den Spielplätzen in Dorsten weiter

Einem Viertel aller Spiel-und Bolzplätze in Dorsten geht es an den Kragen, andere aber bekommen neue Spielgeräte. Nach Verzögerungen soll es nun weitergehen. Wo und wann? Hier die Übersicht.

Kaum war in die Dorstener Kinderspielplatz-Landschaft nach langem Vorlauf und vielen Verzögerungen Bewegung gekommen, da wurden die Umbau-Arbeiten schon wieder vertagt. Der Grund: Personalmangel und die Corona-Pandemie. Deswegen werden die Spielplätze, die eigentlich in 2020 attraktiver gestaltet werden sollten, frühestens in diesem Frühjahr fertig.

Und das hat auch Verschiebungen für zwei weitere Plätze in Lembeck (Zum Holtberg) und Rhade (Bogenstraße) um ein Jahr zur Folge. Da die ursprüngliche Umgestaltung auf 2021 verschoben wurde, steht im Haushalt der Stadt nicht mehr genügend Geld zur Verfügung, um auch noch diese beiden Plätze herzurichten.

Marienstraße noch in diesem Jahr

Die 54.000 Euro, die in 2021 für neue Maßnahmen eingesetzt werden, sollen in den von Anwohnern dringend angemahnten Spielplatz Marienstraße (Hervest) fließen. Er soll gegenüber von Lunemann`s Wirtshaus auf einer schon früher als Spielplatz genutzten Grünfläche entstehen.

Doch darüber muss der Jugendhilfeausschuss am Mittwoch (3.2.) erst noch entscheiden. Die Stadt stellt da auch die Pläne und Kosten für die Spielplätze vor, die aus dem letzten in dieses Jahr hinüber gezogen wurden. 315.000 Euro aus den Etats für 2020 und 2021 sollen verbaut werden.

100.000 Euro der größte Batzen

Der größte Batzen entfällt auf den Spielplatz am Napoleonsweg/Talaue in Wulfen-Barkenberg: 100.000 Euro von der Stadt, 25.000 Euro als Spende vom Bürgertreff. Ein Kletter- und Rutschgerät, eine Doppelschaukel, ein Sandspiel, eine Vogelnestschaukel und ein Fitness-Gerät sollen neu installiert werden.

Der neue Spielplatz an der Marienstraße soll gegenüber von Lunemann`s Wirtshaus auf einer schon früher mal als Spielplatz genutzten Grünfläche entstehen.
Der neue Spielplatz an der Marienstraße soll gegenüber von Lunemann’s Wirtshaus auf einer schon früher mal als Spielplatz genutzten Grünfläche entstehen. © Michael Klein © Michael Klein

Wie hier, kümmert sich auch beim Spielplatz Friedensplatz (Holsterhausen) mit dem „Vätertreff“ ein Pate um die Anlage. 60.000 Euro (Stadt) und 10.000 Euro (Spende einer Golfmarketing-Firma) werden dort investiert. Unter anderem für eine Seilbahn und eine Sandbaustelle.

Marderweg im 1. Halbjahr

Ins Jahr 2021 gezogen wurde auch ein Spielplatz am Marderweg (Kosten: 64.000 Euro), auch er soll im ersten Halbjahr aufgehübscht werden. Im zweiten Halbjahr ist dann der Spielplatz an der Marienstraße an der Reihe.

Während alle diese Spielplätze besser ausgestattet werden, gibt es im Gegenzug aber auch Anlagen, die geschlossen werden. Die Stadt will rund 40 ihrer 160 Spiel- und Bolzplätze aus Kostengründen aufgeben. Entweder, weil sie heutigen spielpädagogischen Anforderungen nicht mehr genügen. Oder weil sie an Standorten liegen, wo kaum noch Familien mit kleinen Kindern leben.

Spielgeräte weg

Die Spielgeräte kommen weg, die Flächen werden Grünanlagen. Im Vorjahr traf es die Spielplätze am Tiggelkamp in Holsterhausen und am Winkelkamp in Wulfen, nun folgen Spielplätze an der Overbergstraße (Hardt) und Winkelstraße (Rhade).

Über den Autor
Redaktion Dorsten
Geboren 1961 in Dorsten. Hier auch aufgewachsen und zur Schule gegangen. Nach erfolgreich abgebrochenem Studium in Münster und Marburg und lang-jährigem Aufenthalt in der Wahlheimat Bochum nach Dorsten zurückgekehrt. Jazz-Fan mit großem Interesse an kulturellen Themen und an der Stadtentwicklung Dorstens.
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Michael Klein

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