Die Schüler der Gesamtschule Wulfen haben allen Grund zur Freude: Sie bekommen eine neue Schulküche, in der sie mit ihren Lehrern Essen zubereiten können. © Marco Kolks
Coronavirus

Corona-Speck muss weg: Gesamtschule Wulfen bekommt eine neue Küche

Der Speck muss weg: Nach den Corona-Lockdowns versuchen viele Menschen, angefutterte Pfunde wieder loszuwerden. An der Gesamtschule Wulfen wird der Speckgürtel auf gesunde Weise gelöst.

Hermann Twittenhoff, Leiter der Gesamtschule Wulfen, verfolgt aufmerksam, welche ungesunden Folgen die Corona-Lockdowns haben: „Vor Corona gab es etwa 30 Prozent stark übergewichtige Menschen in Deutschland. Jetzt sind es schon 40 bis 50 Prozent.“

Ungesunde und falsche Ernährung sind von der Gesamtschule Wulfen auf den Stundenplänen nicht vorgesehen. Stattdessen lernen Schülergenerationen seit 49 Jahren in der Hauswirtschaftsküche, wie man gutes, günstiges und gesundes Essen zubereitet. Die Küche ist allerdings nicht mehr im allerbesten Zustand und schon gar nicht auf neuestem Niveau: „Wir freuen uns, dass die Küche nach aktuellen Sicherheits- und Hygienestandards saniert werden soll“, sagt Twittenhoff.

Der Schulausschuss beschließt kommende Woche (22.6.) über Planung und Renovierung der neuen Küche. Rund 200.000 Euro soll sie kosten. Computervernetztes E-Learning ist dann möglich. Heißt: „Die Schulküche bekommt, wie andere Klassenräume im Gebäude auch, eine weiße Tafel und einen Nahdistanzbeamer“, so Twittenhoff.

Interaktives Kochen dank Beamer und weißer Tafel

Interaktiv kann dann gekocht werden: „Einzelne Handgriffe bei der Küchenarbeit, zum Beispiel, wie man eine Zwiebel schneidet, ohne dass man sich an den Fingern verletzt, wird dann auf der Tafel für alle sichtbar sein.“ Bei vier Kochfeldern in der neuen Schulküche eine sinnvolle Sache. So kann jeder Schüler alle Details bei der Vor- und Zubereitung von Essen verfolgen.

Sehr engagiert unterstützen Lehrer und Eltern und Schülervertretung die Küchenarbeit jetzt schon. Die gemeinsamen Aktivitäten werden noch erweitert und vertieft: „Gerade eben hat sich ein Arbeitskreis gegründet, der die Ernährungslehre in unserer gesunden Schule fördert“, sagt Hermann Twittenhoff. Ziel sei es, dass überflüssige Pfunde nach Corona wieder verschwinden und den Kindern der Jahrgänge 5 bis 7 sowie den Teilnehmern der Wahlpflichtkurse Ernährungslehre gezeigt wird, wie Ernährung und Bewegung zu einem gesunden Körpergewicht beitragen können.

Twittenhoff hat die Gesundheit seiner Schulgemeinde zur Chefsache erklärt. Er hat Stellen ausgeschrieben, damit „das spannende Thema zum neuen Schuljahr“ mit weiteren Fachkräften ausgebaut werden kann. Sportlehrkräfte unterstützen laut Auskunft von Twittenhoff die Initiative.

Modernisierung soll „baldmöglichst“ erfolgen

Die Stadt ihrerseits ist bemüht, dass Modernisierung um Umbau zweier Räume in der Schulküche zeitnah umgesetzt werden können. Es handele sich um eine „recht umfangreiche Maßnahme“, heißt es. Dieser Maßnahme soll der Schulausschuss Priorität einräumen, „damit das Projekt baldmöglichst umgesetzt werden kann“.

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Seit 20 Jahren als Lokalredakteurin in Dorsten tätig. Immer ein offenes Ohr für die Menschen in dieser Stadt, die nicht meine Geburtsstadt ist. Das ist Essen. Ehefrau, dreifache Mutter, zweifache Oma. Konfliktfähig und meinungsfreudig. Wichtige Kriterien für meine Arbeit als Lokalreporterin. Das kommt nicht immer gut an. Muss es auch nicht. Die Leser und ihre Anliegen sind mir wichtig.
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Claudia Engel

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