Der Kommunale Ordnungsdienst kontrollierte am Montagabend in der Fußgängerzone die Einhaltung der Corona-Regeln, hier ein Archivfoto. © Stefan Diebäcker (A)
Coronavirus

Corona-Kritiker wurden von Großaufgebot an Ordnungskräften empfangen

Ein Großaufgebot von Ordnungsdienst und Polizei hat am Montagabend in der Dorstener Altstadt auf Gegner der Corona-Regeln gewartet. Doch das große Aufeinandertreffen blieb aus.

Nachdem vor einer Woche etwa 20 sogenannte „Querdenker“ ohne Abstand und Schutzmasken durch die Fußgängergezone gelaufen sind, hatte der Kommunale Ordnungsdienst „vorgesorgt“. 15 uniformierte Männer und Frauen, unterstützt von einem Streifenwagen der Polizei, achteten am Montag ab 18 Uhr auf die Einhaltung der Corona-Regeln in der Altstadt.

Nur sechs Teilnehmer beim Spaziergang

Wie Stadtsprecher Ludger Böhne am Dienstag auf Anfrage bestätigte, waren diesmal nur sechs Teilnehmer zu einem „Corona-kritischen Spaziergang“ zur Lippestraße gekommen. „Sie erwarten nun Anhörungen zu einem Bußgeldverfahren wegen Verstoßes gegen die Maskenpflicht und zu einer unzulässigen Ansammlung mit Unterschreitung des Mindestabstandes.“

Erlaubt sind Ansammlungen nach der aktuell gültigen Corona-Schutzverordnung bekanntlich nur für jeweils einen Hausstand plus eine Person. Gegner der Regeln hatten sich im Vorfeld nicht nur für Treffen in Dorsten, sondern auch in Bottrop und Schermbeck verabredet.

Teilnehmer sprachen wegen der Kontrollen in Dorsten später in der Chatgruppe eines Messenger-Dienstes von Willkür, Staatsterror und „Untergang unseres Rechtsstaates auch auf kommunaler Ebene“.

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Stefan Diebäcker

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