Corona-Infektion: Quarantäne-Haushalte sollen den Müll nicht trennen

Coronavirus

Wenn die Mülltonne überquillt: Der Entsorgungsbetrieb Dorsten (EBD) bietet für Menschen, für die wegen Corona Quarantäne angeordnet wurde, einen besonderen Service an.

Dorsten

, 13.04.2020, 13:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Aus Haushalten mit einer nachgewiesenen Corona-Infektion soll ausnahmsweise der ganze Müll ungetrennt in die Restmülltonne wandern - außer Glas und Papier.

Aus Haushalten mit einer nachgewiesenen Corona-Infektion soll ausnahmsweise der ganze Müll ungetrennt in die Restmülltonne wandern - außer Glas und Papier. © picture alliance / dpa

In der aktuellen Coronakrise halten sich die Menschen häufiger zu Hause auf und produzieren dort mehr Abfall als sonst. Damit die Restmülltonnen nicht überquellen und Hygieneregeln eingehalten werden, sind Abfallvermeidung und die richtige Abfalltrennung aktuell wichtiger denn je, heißt es in einer Pressemitteilung der Stadt. Für alle Haushalte, in denen keine infizierten Personen oder begründete Verdachtsfälle leben, gilt deshalb weiterhin uneingeschränkt das Gebot der Abfalltrennung.

Infizierte in Quarantäne dürfen alles in den Restmüll geben

Für Haushalte, in denen infizierte Personen oder begründete Verdachtsfälle in häuslicher Quarantäne leben, gelten folgende Vorsichtsmaßnahmen des Bundesumweltministeriums für die Entsorgung:

  • In Quarantänehaushalten sollen sowohl Restmüll als auch Verpackungsabfälle und Bioabfälle aus der Küche über die schwarze Restmülltonne entsorgt werden. So können Nachbarn, Hausmeister und letztlich auch die Müllwerker geschützt werden.
  • Sämtliche dieser Abfälle sollen in stabile reißfeste Abfallsäcke gefüllt werden. Die Säcke müssen gut verknotet oder zugebunden sein, bevor sie in die Restmülltonne gefüllt werden.
  • Einzelne Gegenstände wie Taschentücher dürfen nicht lose in die Tonne.
  • Spitze und scharfe Gegenstände werden zusätzlich in bruch- und durchstichsicheren Einwegbehältnissen verpackt.
  • Bevor die Müllsäcke in die Restmülltonne kommen, müssen sie möglichst sicher verstaut werden. So können sie nicht von Tieren aufgerissen und der Abfall in der Umgebung verteilt werden.
  • Glasabfälle, Pfandverpackungen, Elektro- und Elektronikabfälle, Batterien und andere Schadstoffe dürfen jedoch nicht über den Restmüll entsorgt werden. Sie müssen gesammelt und nach Gesundung und Aufhebung der Quarantäne getrennt entsorgt werden.

Gartenabfälle können weiterhin über die Biotonne und Papier über die Altpapiertonne entsorgt werden.

Der EBD bietet zusätzliche Müllbehältnisse an

Quarantänehaushalten, die ohne Mülltrennung ihr Restmüllvolumen schnell ausgeschöpft haben, verspricht der Entsorgungsbetrieb Hilfe durch zusätzliche Müllbehältnisse.

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Voraussetzung dafür ist, dass die Quarantäne tatsächlich schriftlich angeordnet wurde. Diese Bescheinigung muss dem Entsorgungsbetrieb in Kopie vorgelegt werden. Abfallsäcke, die neben den Mülltonnen stehen, werden jedoch nicht mitgenommen. Diese Regelung gilt nicht für Personen, die sich in freiwillige Quarantäne begeben haben.

Weitere Informationen gibt es beim Entsorgungsbetrieb Stadt Dorsten telefonisch unter Tel. (02362) 66 56-03, -05 oder -06 sowie per Mail an info@ebd-dorsten.de.

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