Die Corona-bedingte nächtliche Ausgangsbeschränkung wird in Dorsten kontrolliert. © Guido Bludau

Corona-Ausgangssperre: Eindrücke aus dem nächtlichen Dorsten

Montagabend, kurz vor 22 Uhr in der Dorstener Altstadt: Einige Fußgänger eilen durch die fast menschenleeren Straßen, einige Radfahrer sind auf dem Weg nach Hause - Ausgangssperre in Dorsten.

Die bundesweite Notbremse mit nächtlicher Ausgangsbeschränkung, die am vergangenen Samstag in Kraft trat, wird auch in Dorsten zwischen 22 und 5 Uhr kontrolliert. So kontrollierten zum Beispiel die Mitarbeiter des Ordnungsamtes am späten Montagabend in der Altstadt. Reporter Guido Bludau hat sich einmal umgeschaut.

Mit dem Schlag der Kirchenglocke sind die Straße leer

Es ist kurz vor 22 Uhr am Montagabend: Ein paar Fußgänger und auch ein Radfahrer sind im Bereich des Marktplatzes unterwegs. Als dann die Glocke der St. Agatha-Kirche zehn Uhr schlägt, sind die Straßen ringsum leer.

Blick in die nächtliche Fußgängerzone
Blick in die nächtliche Fußgängerzone © Guido Bludau © Guido Bludau

Nur aus der Lippestraße nähert sich langsam ein Lichtkegel – der Wagen des städtischen Ordnungsamtes fährt langsam auf den Marktplatz und hält kurz an, fragt, was ich hier mache. Ich weise ich mich als Pressevertreter aus, der nur seine Arbeit macht. Aber bis 24 Uhr hätte ich ja eh alleine draußen blieben dürfen.

Bis 24 Uhr darf man spazieren gehen

Denn: Zwischen 22 und 24 Uhr bleibt körperliche Bewegung, also zum Beispiel Spazierengehen, Radfahren oder Joggen im Freien für Einzelpersonen, erlaubt.

Anschließend fährt der Wagen mit seiner Zwei-Mann-Besatzung auf seiner Kontrollfahrt weiter die Recklinghäuser Straße hoch. Nach ein paar Minuten kommt er zurück und biegt in die Essener Straße ein. Während der ganzen Zeit ist fast niemand außer einer Dame mit Hund auf einer Gassi-Runde, zu sehen. Und das darf sie bis 24 Uhr. In der Ferne sieht man Verkehr auf den Straßen außerhalb der Wälle.

Einige Autos sind unterwegs

Standortwechsel: Auch am Lippetor sind vereinzelt einige Autos unterwegs. Dieses Bild bestätigt sich auch auf einer Fahrt vom Rathaus durch die Altstadt und zurück bis hin nach Hervest. Es ist zwar wenig los, aber komplett leer sind die Straßen nicht.

Auch am Lippetor, im Hintergrund die Mercaden, war am Montagabend nichts los.
Auch am Lippetor, im Hintergrund die Mercaden, war am Montagabend nichts los. © Guido Bludau © Guido Bludau

Denn: Triftige Gründe sind für eine Ausnahme von der Ausgangssperre erlaubt, etwa die Ausübung beruflicher oder dienstlicher Tätigkeiten, (veterinär)medizinische Notfälle, die Wahrnehmung des Sorge- und Umgangsrechts, die Betreuung unterstützungsbedürftiger Personen oder Minderjähriger sowie die Begleitung Sterbender, oder die Versorgung von Tieren.

Über den Autor
Freier Mitarbeiter
Als „Blaulicht-Reporter“ bin ich Tag und Nacht unterwegs, um über Einsätze von Polizei und Feuerwehr seriös in Wort und (bewegten) Bildern zu informieren. Dem Stadtteil Wulfen gehört darüber hinaus meine besondere Leidenschaft. Hier bin ich verwurzelt und in verschiedenen Vereinen aktiv. Davon profitiert natürlich auch meine journalistische Arbeit.
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Guido Bludau