Corona-App schlägt Alarm: DRK nimmt fast 250 Abstriche an Gymnasium

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Weil bei vielen Schülern des Gymnasiums St. Ursula die Corona-App Alarm schlug, wurde nun im großen Stil getestet. Zuletzt waren zwei Lehrkräfte positiv getestet worden.

Dorsten

, 16.09.2020, 16:03 Uhr / Lesedauer: 1 min

Fünf Lehrkräfte des Gymnasiums St. Ursula befinden sich in Quarantäne. Zwei wurden positiv auf das Coronavirus getestet, drei haben sich vorsorglich in Quarantäne begeben, weil das Gesundheitsamt sie im Rahmen der Kontaktverfolgung als Kontaktpersonen identifiziert hatte.

Nun wurde im großen Stil auch die Schülerschaft getestet, wie der Kreis Recklinghausen am Mittwoch auf Nachfrage mitteilte. „Aufgrund der Tatsache, dass bei einer ganzen Reihe von Schülern die Corona-App Alarm ausgelöst hat, werden zur Stunde 245 Personen abgestrichen“, sagte Svenja Küchmeister von der Kreis-Pressestelle am Mittwoch zur Mittagszeit.

Bei möglichen Risiko-Begegnungen unterscheidet die Corona-App drei Statusinformationen:

  • niedriges Risiko: keine Begegnung mit nachweislich positiv getesteter Person oder mögliche Begegnung, deren Parameter (Distanz, Dauer der Begegnung) aber nicht über einem definierten Schwellenwert lagen. Die App informiert über Abstandsregelungen und Hygiene-Empfehlungen.

  • erhöhtes Risiko: Begegnung mit mindestens einer nachweislich positiv getesteten Person innerhalb der vergangenen 14 Tage. Die App gibt Verhaltenshinweise: falls möglich nach Hause gehen und dort bleiben, Kontakt zum Hausarzt, dem ärztlichen Bereitschaftsdienst unter Tel. 116 117 oder dem Gesundheitsamt aufnehmen.

  • unbekanntes Risiko: Dieser Status erscheint, wenn die Risiko-Ermittlung nicht lange genug aktiviert war, sodass die App kein Infektionsrisiko berechnen konnte. Eine Risiko-Ermittlung ist spätestens 24 Stunden nach Installation der App möglich.

Die Abstriche am Gymnasium St. Ursula erfolgten auf freiwilliger Basis. Sie wurden jenen Schülerinnen und Schülern angeboten, die von den positiv getesteten Lehrkräften unterrichtet wurden. „Üblicherweise wird von dieser Möglichkeit auch rege Gebrauch gemacht“, sagt Svenja Küchmeister. Die Tests sind für die Schüler kostenlos. Eltern werden über das Ergebnis informiert.

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