Comedy-Stars läuten das Finale der Autokino-Zeit in Dorsten ein

dzAutokino Dorsten

Hennes Bender, Thomas Schmidt und Torsten Sträter beehrten die Dorstener Comedy-Night - und sorgten damit für ein gelungenes Finale der Autokino-Zeit in Dorsten.

Dorsten

, 28.06.2020, 14:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

„Ich kann mein ganzes Programm einstampfen. Es passt nicht mehr!“ Torsten Sträter brachte es auf den Punkt, was wohl alle bei der Comedy Night am vergangenen Samstag auftretenden Künstler dachten: Es ist schwierig, in Zeiten von Corona Comedy zu machen.

Dennoch machten Hennes Bender, Thomas Schmidt, Torsten Sträter und Moderator Michael Heller einen guten Job. Mit Lichthupe und Warnblicker zeigte das Publikum im Autokino, dass es Spaß hatte.

Für den guten Zweck

Diese Comedy-Night war eine Zusatzshow zur Künstlerförderung. Torsten Sträter zum Beispiel, dessen Honorar normalerweise die Möglichkeiten der Comedy Night-Macher überschreitet, trat für weniger Gage auf und stiftete 15 Euro für jedes Auto im Autokino diesem guten Zweck. In einem waren sich alle Künstler einig: „Wir hoffen, dass die Zeit der Autokino-Shows bald vorbei ist.“

Torsten Sträter begeisterte das Publikum.

Torsten Sträter spendete eine Teil seines Honorars. © Ralf Pieper

Jeder Künstler beschrieb seine Zeit mit Corona. Thomas Schmidt: „Während des Shutdowns habe ich mich vom Bett zur Couch und zum Computer bewegt. Mehr war nicht. Die Tage gingen nicht vorbei. Ich habe wegen Corona angefangen zu kiffen. Scheiß Idee – die Tage waren dann doppelt so lang.“

Er gewann seinen Auftritten in Autokino auch Positives ab: „Hier sieht man sofort wer Geld hat und wer nicht. Du da in dem fetten BMW..... Gratuliere! Und du daneben..... Gib nicht auf!“

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Hennes Bender kannte Dorsten nicht. Das ist das Tor zum Münsterland, erklärte man ihm. Er erwidert: „Ich habe den Eindruck, es ist mehr eine Fußmatte.“

„Die ganze Zeit mit Corona macht mich total panne“, erklärt er.

Dennoch gab es einige kluge Feststellungen in seinem Programm: „Es gibt Leute die sagen ‚ich bin zu klein‘, es gibt Leute die sagen ‚ich bin zu dick‘, aber es gibt keine Leute die sagen ‚ich bin zu dumm‘. Darum können sich die Dummen ungehindert ausbreiten.“

Hanuta statt Fleisch

„Ich habe heute schon mindestens 40 Hanutas gegessen, weil ich wegen dem Corona-Skandal bei Tönnies kein Fleisch mehr esse“, beschreibt Torsten Schräter seine Erfahrungen mit Corona. „Wenn Corona vorbei ist, werde ich einen Weg finden, mich für diese ganzen Motorhauben zu rächen.“

Mit gewohnt lässiger Stimme plauderte Torsten Sträter aus seinem Leben. Eine Mischung aus Comedy und Kabarett - auf jeden Fall saukomisch. „Ich war in Herne zu Gast und habe erklärt, die Musik, die mein Programm untermalt ist, mongolisch. Ein Herr schrie entsetzt: Das Wort „mongolisch“ darfst du hier nicht sagen, das bedeutet behindert.“

Comedian Thomas Schmidt war ebenfalls zu Gast.

Comedian Thomas Schmidt war ebenfalls zu Gast. © Ralf Pieper

Es war die letzte Comedy-Night im Dorstener Autokino. „Am 6. November wird es die nächste Ausgabe wieder in der Traumfänger Galerie geben“, kündigte Moderator Michael Eller an.

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