Durch die schlechte Kommunikations- und Informationspolitik des Landes sitzen in Dorsten Kinder in Quarantäne, die sich nach den neuen Regeln eigentlich längst hätten freitesten können. (Symbolbild) © picture alliance/dpa
Meinung

Chaos um Quarantäneregelungen: Dorstener Eltern sind zu Recht sauer

Einheitliche Quarantäneregeln für Schulen und Kitas- was toll klingt, entpuppt sich als absolut chaotisch. Die Leidtragenden der mangelnden Kommunikation sind wieder einmal die Kinder.

Endlich hat sich der Bund dazu durchgerungen, einheitliche Quarantäneregelungen für Schulen und Kitas aufzustellen. Als ich die Nachricht las, freute ich mich. Endlich würde das Chaos ein Ende haben. Vielleicht hätten die Kinder dadurch eine Chance auf einen Herbst und Winter mit Präsenzunterricht und Präsenz-Kitazeit.

Doch eigentlich hätte mir klar sein müssen, dass in den Irrungen und Wirrungen der Coronapolitik nie etwas „einfach so“ funktioniert und umgesetzt werden kann. Zu viele Zuständigkeiten, zu viele Ungenauigkeiten und eine schlechte Kommunikation begleiten uns in diesem Bereich schließlich schon seit Beginn der Pandemie.

Die neuen Regeln sind in NRW längst beschlossene Sache. Es gibt auch Pressemitteilung und Schulmail, aber der Erlass – die Rechtsgrundlage – fehlt dem Kreis. Ohne sie darf er die neuen Maßnahmen nicht umsetzen. Das ist verständlich – Regeln sind Regeln.

Dennoch kann es nicht sein, dass drei Tage nach dem Landesbeschluss die zuständigen Kreise und Städte ohne offizielle Information dastehen. Dass Kinder isoliert zu Hause sitzen, die es eigentlich nach den neuen Regeln gar nicht müssten, nur weil die Bürokratie-Mühlen mal wieder zu langsam mahlen. Die Eltern in Dorsten sind zu Recht sauer! Und die Kinder? Die müssen das ganze Chaos ausbaden – wieder einmal.

Über die Autorin
Redaktion Dorsten
Ich bin gebürtige Dorstenerin, lebe und arbeite hier. Dorsten und vor allem die Menschen der Stadt liegen mir sehr am Herzen. Wichtig sind mir jedoch auch die Kirchhellener. Seit mehreren Jahren darf ich über den kleinen Ort berichten und fühle mich daher sehr mit dem Dorf verbunden. Menschen und ihre Geschichten, Bildung und Erziehung – das sind Themen, die mir wichtig sind. Und das liegt nicht nur daran, dass ich zweifache Mutter bin.
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Manuela Hollstegge

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