Central-Kino in Dorsten startet neue Filmreihen und viele Kinder-Aktionen

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Von dem bundesweit schlechten Kino-Jahr 2018 hat sich das Central-Kino bei den Besucherzahlen erholt. Programm-Macher Stephan Zabka verrät, was die Dorstener Filmfans im Jahr 2020 erwartet.

Dorsten

, 10.01.2020, 14:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Normalerweise sorgt das Team vom „Central-Kino“ dezent im Hintergrund dafür, dass die Dorstener Filmfans bequem und mit Popcorn und Getränken versorgt ihre Stars auf der Leinwand bewundern können. Doch bald wird die Crew des Holsterhausener Kinos selbst zu „Hauptdarstellern“: „Unsere Leute nehmen im Februar erstmalig am Dorstener Rosenmontagszug teil“, kündigt Stephan Zabka an: „Natürlich stilecht als Filmfiguren verkleidet.“

Für diese Werbeaktion musste Stephan Zabka, PR-und Programm-Chef der sechs Filmbetriebe von Besitzer Michael Meyer, die Dorstener Mitarbeiter nicht eigens überreden. „Diese schöne Geschichte hat sich das Aktionsteam vor Ort selbst ausgedacht.“

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Aufmerksamkeit auch bei denen zu erringen, die nicht regelmäßige Kinogänger sind - das sei in Zeiten, in denen Streamingdienste wie Netflix, Amazon und Co. zu mächtigen Konkurrenten erwachsen sind, für die Kinos wichtiger denn je. Und so wollen Stephan Zabka, die Dorstener Betriebsleiterin Ayla Öztürk und Janine di Betta, die im Central-Kino an der Borkener Straße 137 die Aktionen organisiert, in diesem Jahr verstärkt auf „Mehrwert“ setzen.

Kino-Frühstück

Zum Beispiel mit der neuen monatlichen Reihe „Kino-Frühstück“, in der im Vormittags-Programm Vorpremieren gezeigt werden. Im Preis enthalten sind eine Kaffee-Flatrate sowie ein Catering vom benachbarten Party-Service Nießner. „Wir haben mit 25 bis 30 Gästen begonnen“, sagt Zabka: „Das war schon mal ganz ordentlich.“ Im Februar läuft mit „Enkel für Anfänger“ der nächste Kino-Frühstücks-Film.

Central-Kino in Dorsten startet neue Filmreihen und viele Kinder-Aktionen

Das Team des Central-Kinos wird in diesem Jahr erstmalig am Dorstener Rosenmontagszug teilnehmen - als Filmfiguren verkleidet. © Privat

Ebenfalls einmal im Monat soll ab diesem Jahr ein neues Angebot im Spätprogramm unter dem Arbeitstitel „Cinematic Arts“ starten: „Arthausfilme, die sich etwas trauen“, will Zabka dabei in Dorsten zeigen, „schräge Sachen, die auch das jüngere Publikum ansprechen“. Filme also, die sich immer schwerer in die Reihe „Besonderes im Kino“ (BiK) einbauen lassen, „weil deren Publikum inzwischen sehr in die Jahre gekommen ist“.

„Mein Lieblingsfilm“

Was in den Bochumer Kinos der Meyer-Gruppe bestens läuft, möchte Stephan Zabka demnächst auch in Dorsten ausprobieren: „Mein Lieblingsfilm“, heißt das Format. Bekannte und interessante Dorstener dürfen dann ihre ganz persönlichen Filmfavoriten präsentieren „und vor Beginn des Films erzählen, warum er für sie so wichtig ist, warum sie ihn so sehr mögen“.

Ansonsten laufen die bewährten Reihen weiter: „Kirche und Kino“, „Kino-Cafe“, die „Ladies Night“. Um die ganz jungen Zuschauer an die große Leinwand heranzuführen, wird das Team des Central-Kinos verstärkt auf Kinder-Events setzen, die sich inhaltlich auf dann laufende Filme beziehen - von Spiel- bis hin zu Schminkaktionen.

Schulkinowochen

Und als wichtig für die „Nachwuchsförderung“ bezeichnet Zabka nicht nur das „Disney-Junior-Mitmach-Kino“, sondern auch die Schulkinowochen NRW (Ende Januar/Anfang Februar), für die sich Schulklassen mit mehreren hundert Schülern für sieben Filme angemeldet haben und für die weitere Anmeldungen möglich sind.

Ansonsten hofft Zabka, dass sich der positive Trend nach dem bundesweiten „Kino-Katastrophen-Jahr 2018“ fortsetzt. „Wir hatten im Jahr 2019 rund 15 Prozent mehr Besucher als im Jahr zuvor“, sagt er. Vor allem „Der Junge muss an die frische Luft“, „Die Eiskönigin II“, „Der König der Löwen“, „Avengers - Endgame“ und „Das perfekte Geheimnis“ liefen hervorragend.

Ob sich diese Entwicklung in diesem Jahr fortsetzt? Das ist auch für einen Experten wie Zabka vorher immer schwer zu sagen: „Mal sehen, wie die neuen Disney-Sachen funktionieren, ob die Marvel-Reihe weiter so gut ist.“ Ansonsten setzt er vor allem Hoffnungen auf die angekündigten Pixar-Filme „Soul“ und „Onward“, auf das neue James-Bond-Abenteuer, das im April in die Kinos kommt, und auf die „West-Side-Story“ von Steven Spielberg.

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