Nur der Gewinner des Wahlkreises 125 zieht in den Bundestag ein. (Symbolbild) © picture alliance/dpa
Bundestagswahl

CDU-Kandidat setzt bei der Bundestagswahl alles auf eine Karte

Die im Bundestag vertretenen Parteien haben ihre Kandidaten für die Bundestagswahl in Dorsten aufgestellt. Ein aussichtsreicher Bewerber setzt dabei alles auf eine Karte.

Mit der AfD und der FDP haben auch die letzten der im Bundestag vertretenen Parteien ihre Kandidaten für die Bundestagswahl am 26. September aufgestellt. Im Wahlkreis 125 (Bottrop, Gladbeck, Dorsten) treten demnach an:

SPD: Michael Gerdes (Bottrop)

CDU: Sven Volmering (Bocholt)

Grüne: Kim Wiesweg (Dorsten)

AfD: Detlef Bauer (Bottrop)

Linke: Lisa Ellermann (Dorsten)

FDP: Sebastian Steinzen (Gladbeck)

Die PARTEI, bislang nicht im Bundestag vertreten, hat bereits im April den Dorstener Ortsverbandsvorsitzenden Ingo Lilienthal zum Bundestagskandidaten gekürt. Der interne Wettbewerb war dem Vernehmen nach überschaubar, weil es in Bottrop und Gladbeck bislang keine Ortsverbände gibt.

Volmering verzichtete auf Listenplatz

Neben Michael Gerdes gilt Sven Volmering als aussichtsreichster Kandidat, Außenseiterchancen hat vielleicht Kim Wiesweg. Allerdings: Wer nach Berlin möchte, wird am 26. September den Wahlkreis gewinnen müssen. Die Landesliste der Partei wird nicht reichen, um in den Bundestag zu kommen. Das gilt für Michael Gerdes (Listenplatz 41) genauso wie für Kim Wiesweg (Listenplatz 55).

Und erst recht für Sven Volmering. Der Christdemokrat hat sich am vergangenen Samstag bei der CDU-Vertreterversammlung in Düsseldorf gar nicht erst auf die Reserveliste setzen lassen. „Die wird vermutlich keine große Rolle spielen“, sagte er auf Anfrage. „Das Ziel der Wahl ist der Gewinn des Direktmandats. Das ist eine große Herausforderung, aber sie schafft Klarheit für die Wähler.“

Lars Ehm auf Listenplatz 54

Kanzlerkandidat Armin Laschet macht es allerdings genau umgekehrt. Er verzichtet auf ein Direktmandat, steht aber auf Platz eins der Landesliste. Damit schließt er das Risiko aus, über die Zweitstimme zum Kanzler gewählt zu werden, seinen Wahlkreis (Erststimme) aber verloren zu haben.

Der ehemalige Erste Beigeordnete in Dorsten, Lars Ehm, ist auf Platz 54 (von 75) der Reserveliste. Er kandidiert im Wahlkreis 122 (Oer-Erkenschwick, Datteln, Herten, Marl und Haltern).

  • Mit der „Erststimme“ wählt man einen Kandidaten oder eine Kandidatin aus seinem Wahlkreis. Wer die meisten Erststimmen in seinem Wahlkreis bekommt, erhält ein Direktmandat und kommt als Abgeordneter in den Bundestag.
  • Die „Zweitstimme“ entscheidet über die Mehrheitsverhältnisse im Bundestag – also darüber, wie viele der insgesamt 598 Sitze im Bundestag jeweils einer Partei zustehen. Um die Zweitstimmen geht es auch bei den Hochrechnungen an den Wahlabenden.
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Veränderungen gab es immer, doch nie waren sie so gravierend. Und nie so spannend. Die Digitalisierung ist für mich auch eine Chance. Meine journalistischen Grundsätze gelten weiterhin, mein Bauchgefühl bleibt wichtig, aber ich weiß nun, ob es mich nicht trügt. Das sagen mir Datenanalysten. Ich berichte also über das, was Menschen wirklich bewegt.
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Stefan Diebäcker

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