In dem mittleren der drei Wohnblocks am Berliner Platz stand tagelang die Tür auf, weil ein Schloss fehlte. © rvr/3d
LEG Wohnen

Büro am Berliner Platz: „Dann mache ich drei Kreuze, wenn ich weg bin“

Ein Büromieter am Berliner Platz beklagt sich über „Versäumnisse“ seiner Vermieterin LEG. „Wir sind alle sehr verärgert“, beschreibt er die Stimmung unter den Mietern am Berliner Platz 3.

Klaus Grochoki ist Versicherungsmakler und hat seit 20 Jahren sein Büro im Wohnhaus am Berliner Platz 3 in Holsterhausen. Zurzeit sorgt er sich ernsthaft. Denn die Eingangstür des Wohnhauses steht ständig offen, seitdem das Türeingangsschloss aufgebohrt werden musste, damit die Mieter überhaupt das Haus verlassen konnten.

Die aufgebrochene Eingangstür am Berliner Platz 3 stand tagelang offen. Mieter reagierten verärgert.
Die aufgebrochene Eingangstür am Berliner Platz 3 stand tagelang offen. Mieter reagierten verärgert. © privat © privat

„In meinem Kellerraum befinden sich aufgrund meiner zehnjährigen Aufbewahrungspflicht personenbezogene Dokumente, die dort gelagert sind.

In der Vergangenheit wurden immer wieder Kellerräume aufgebrochen und Gegenstände entwendet“, beschwert sich Grochoki in einer E-Mail an unsere Redaktion. Der Zustand der „immer offenen Hauseingangstür“ lasse ihm keine Ruhe.

„Die LEG-Service-Hotline ist dauerbesetzt. Bis man durchdringt, verstreicht viel Zeit“, so Grochoki. Außerdem habe man sich seiner Beschwerde über das kaputte Schloss im Hauseingang nicht angenommen. „Es ist noch nichts passiert. Wir sind alle sehr verärgert“, fasst der Versicherungsmakler die Stimmung in der Hausgemeinschaft zusammen. Er selbst gehe im kommenden Jahr in Rente. „Dann mache ich drei Kreuze, wenn ich hier raus bin.“

Ausdrückliche Entschuldigung der LEG

Auf Anfrage sagte LEG-Sprecher Mischa Lenz: „Zunächst möchte ich mich ausdrücklich für die Verzögerung entschuldigen.“ Er kündigte an, dass der Schaden an der Eingangstür umgehend behoben werde. Das war dann am Donnerstag tatsächlich auch der Fall, wie Klaus Grochoki am Nachmittag per E-Mail mitteilte.

Gleichzeitig erklärte Lenz, dass „seine zuständigen Kollegen durchaus mit einigen Mietern vor Ort in Kontakt getreten sind und sich mit ihnen zu dem Vorfall ausgetauscht haben, unter anderem darüber, ob sie Hinweise zum Tathergang beisteuern können“. „Warum es nicht zu einem erfolgreichen Austausch mit Herrn Grochoki gekommen ist, kann ich leider nicht sagen. Ich bedauere das und möchte mich gerne auch dafür an dieser Stelle entschuldigen“, so Lenz.

Das entspreche nicht den Richtlinien der Standard-Kommunikation bei der LEG, „unserem Serviceverständnis und unseren Prozessen“. Mischa Lenz kündigte an, dass der Vorgang intern noch einmal durchgespielt werde, um solche Kommunikationsfehler, wie im Fall von Klaus Grochoki, zu vermeiden.

Die besagte Verzögerung sei zudem auf die generelle Knappheit von Handwerkern am Markt zurückzuführen, die durch die aktuelle Coronakrise leider noch zusätzlich verstärkt werde. „Auch wir hätten hier gerne schneller für Abhilfe beziehungsweise eine Reparatur gesorgt. Leider hat das nicht früher geklappt.“

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Seit 20 Jahren als Lokalredakteurin in Dorsten tätig. Immer ein offenes Ohr für die Menschen in dieser Stadt, die nicht meine Geburtsstadt ist. Das ist Essen. Ehefrau, dreifache Mutter, zweifache Oma. Konfliktfähig und meinungsfreudig. Wichtige Kriterien für meine Arbeit als Lokalreporterin. Das kommt nicht immer gut an. Muss es auch nicht. Die Leser und ihre Anliegen sind mir wichtig.
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Claudia Engel

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