Bürgerprotest gegen neuen Firmenparkplatz auf einer Wiese am Gewerbegebiet Dorsten-Lembeck

dzParkplatz-Pläne

Anwohner vom „Kiebitzberg“ protestieren gegen geplanten Firmenparkplatz der Raiffeisen-Genossenschaft auf einer Wiese am Rande ihres Wohngebiets. Stadt und Politik begrüßen die Pläne aber.

Dorsten

, 25.03.2019 / Lesedauer: 3 min

Auf einem Teilstück der jetzigen Wiese gegenüber der Einfahrt zum Raiffeisen-Gelände an der Straße „Am Sägewerk“ in Lembeck soll ein Parkplatz mit rund 50 Stellplätzen für Mitarbeiter und Kunden gebaut werden. Doch darüber sind die Anlieger, die auf der anderen Seite des Grünareals an der Straße „Kiebitzberg“ wohnen, überhaupt nicht glücklich.

Stadt soll Alternativen prüfen

Als die Pläne in der vergangenen Woche im Dorstener Umwelt- und Planungsausschuss zur Entscheidung anstanden, saßen mehrere der Anwohner im Zuschauerraum. Franz-Josef Buckstegge machte stellvertretend ihrem Ärger Luft.

Er forderte die Verwaltung auf, Standort-Alternativen zu prüfen, damit dieser „Lebensraum für Tiere“ nicht zerstört werden müsse. Zudem sei die Wiese zwischen Wohnbebauung und dem Firmengelände der Reaiffeisen Hohe Mark/Hamaland ein wichtiges „Schutz- und Trenngrün“ im Sinne des Bundes-Immissionsschutzgesetzes, so Buckstegge.

Grundstücke für einen Parkplatz gibt es nach seiner Meinung am Raiffeisenmarkt genug. „Es geht uns auch um den Wert unserer Immobilien.“ Buckstegge stellte die Frage, ob nach der jüngst erfolgten Erweiterung und Aufstockung des Raiffeisen-Verwaltungsgebäudes womöglich jetzt erst die entsprechenden Parkplatznachweise geschaffen werden sollen.

Ungeordnetes Parken verbessern

Das wies die Stadt von sich. Es handele sich „nicht um nachträgliche Reparaturen von Planungen“, sagte Planungsamtsleiter Marc Lohmann: „Wir wollen hier einen vernünftigen Straßenausbau hinbekommen“, und dazu gehöre auch, das bisher ungeordnete und zum Teil auch nicht verkehrssichere Parken zu verbessern. Die Stadt, so Lohmann, sei zudem daran gelegen, den Standort für die Raiffeisen Hohe Mark-Hamaland im Gewerbegebiet Lembeck-West dauerhaft zu sichern.

Nicht für Lkw vorgesehen

Baudezernent Holger Lohse versprach, dass zwischen Wohnbebauung und Parkplatz ein Wall aufgeschüttet werde, der zudem bepflanzt wird. „Und wir werden noch eine Bürgerinformationsveranstaltung machen.“ Die Verwaltung entkräftete die Befürchtungen der Bürger, dass Lkw künftig dort parken: „Der Platz ist nur für Pkw vorgesehen.“

Gegen die Stimmen der Grünen beschloss der Ausschuss, die für den Parkplatz nötige Erweiterung des Bebauungsplans „Gewerbegebiet Lembeck-West“ auf den Weg zu bringen. Im nächsten Verfahrensschritt können die Bürger ihre Einwände gegen die Pläne noch schriftlich einbringen.

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