Das Central-Kino in Dorsten bietet ab sofort wieder die reguläre Kino-Café-Filmreihe mit Kaffee und Kuchen an. © Privat
Central-Kino

Bond, Kino-Café, Vorpremieren: Im Central-Kino kehrt Normalität zurück

Leinwände und Säle im Central-Kino Dorsten werden längst wieder bespielt - auch das Erfolgsformat Kino-Café kehrt zu seinen Ursprüngen zurück. Und jetzt kommen James Bond und neue Formate.

Das Kino-Café war immer ein echter Kassenknüller im Central-Kino an der Borkener Straße – für 6 Euro gab es einen aktuellen Film samt informativer Einführung, dazu Kaffee und Kuchen. Anderthalb Jahre mussten die Filmfans wegen Corona auf das Gemeinschaftsangebot mit Dorstener Zeitung und Bäckerei Imping auf diese Komplett-Versorgung verzichten – doch jetzt geht es wieder los.

Vier Filme sind an jedem zweiten Dienstag im Monat jeweils um 14.30 Uhr und 17.30 Uhr zu sehen: „Eine Frau mit berauschenden Talenten“ (14. September), „Kaiserschmarrndrama“ (12. Oktober), „Nomadland“ (9. November) und „Der Hochzeitsschneider“ (14. Dezember).

„Kuchen und Getränke dürfen die Besucher mit den Saal nehmen, damit es im Foyer nicht zu voll wird“, kündigt Kino-Organisator Stephan Zabka an. Karten für alle vier Filme seien schon jetzt zu kaufen.

Er ist gespannt, wie groß die Resonanz nach so langer Leinwand-Pause ist. „Vor Corona hatten wir insgesamt 600 Zuschauer bei den jeweiligen Kino-Café-Terminen“, sagt er. „Da müssen wir uns erstmal wieder langsam rantasten.“ Es sei derzeit schwierig, Prognosen zu wagen, wie es mit der Kino-Branche weitergeht. „Nach dem zweiten Lockdown lief es zunächst gut, dann kam eine Delle, jetzt zieht es wieder an“, sagt er.

Wohl erst Ende des Jahres sei eine echte Einschätzung möglich, in welche Richtung es auf Dauer geht, sagt er. Gradmesser dafür werde sicher der neue Bond-Film „Keine Zeit zum Sterben“, der vom Verleih 18 Monate lang zurückgehalten wurde und am 30. September Premiere feiern wird – auch in Dorsten. Der Vorverkauf läuft bereits.

Isabelle Huppert spielt die Hauptrolle in dem Film „Eine Frau mit berauschenden Talenten“. © Verleih © Verleih

„Corona wird die Kino-Landschaft verändern“, sagt Stephan Zabka. Nicht alle Häuser würden überleben können. In Dorsten sei man glücklicherweise gut aufgestellt, sagt er.

Nach und nach kehre hier die Normalität ins Programm zurück. Alle Säle werden bespielt, Reihen wie „Kirche und Kino“ laufen wieder, auch die Mittwochs-Sparte Besonderes im Kino (BiK) erlebt übergangsweise bis Oktober ein Comeback.

„Anschließend wird es ein neues Format mit Qualitätsfilmen geben“, kündigt er an. Mehr will er derzeit noch nicht verraten. Er weist darauf hin, dass am Wahlsonntag (26. September) um 11 Uhr in Kooperation mit der Stadt in einer Sondervorstellung der Dokumentarfilm „Die Unbeugsamen“ gezeigt wird, der einen Blick auf die Geschichte von deutschen Politikerinnen wirft.

Es gilt die 3G-Regel

Bei allen Vorstellungen gilt die 3G-Regel. Wie Stephan Zabka erklärt, sei die Zahl der Besucher mit Test-Nachweis stark zurückgegangen. „Inzwischen sind 90 Prozent der Gäste geimpft oder genesen.“ Er ist froh, dass Snacks und Getränke wieder an der Theke verkauft und am Platz ohne Mundschutz verzehrt werden dürfen: „Das ist eine wichtige Zusatzeinnahme für uns.“

Über den Autor
Redaktion Dorsten
Geboren 1961 in Dorsten. Hier auch aufgewachsen und zur Schule gegangen. Nach erfolgreich abgebrochenem Studium in Münster und Marburg und lang-jährigem Aufenthalt in der Wahlheimat Bochum nach Dorsten zurückgekehrt. Jazz-Fan mit großem Interesse an kulturellen Themen und an der Stadtentwicklung Dorstens.
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Michael Klein

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