Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Das ist der Grund, warum die Polizei den Räuber von der Händelstraße kriegen wird

dzBewaffneter Raubüberfall

Täter hinterlassen Spuren. Das ist beim bewaffneten Räuber im DM-Markt an der Händelstraße nicht anders gewesen. Er hat den Ermittlern eine Steilvorlage für seine Festnahme geliefert.

Dorsten

, 09.05.2019 / Lesedauer: 3 min

Es war 19.03 Uhr am Montagabend (6. Mai), als ein maskierter Mann den DM-Markt an der Händelstraße betrat. Mit seiner Schusswaffe bedrohte er die Kassiererin und forderte sie zur Herausgabe von Bargeld auf. Zu dieser Zeit war die Kassiererin nicht allein im Geschäft: „Es hielten sich noch weitere Menschen dort auf, Mitarbeiterinnen und Kunden“, sagt uns eine Augenzeugin.

So habe eine weitere Frau an der Kasse gestanden, um ihre Einkäufe zu bezahlen. Sechs Kunden suchten ihre Ware im hinteren Bereich von DM zusammen. „Der Markt ist sehr weitläufig, die Regale hoch, sodass vielleicht nicht alle was mitbekommen haben“, sagt die Augenzeugin.

Frauen mit Schusswaffe in Angst versetztt

Der Täter versetzte die beiden Frauen an der Kasse in große Angst, als er sie mit seiner Schusswaffe bedrohte. Das Geld sei ihm ausgehändigt worden, er sei daraufhin zu Fuß und mit geringer Beute geflüchtet, so die Polizei.

Auf unsere Anfrage sagte die Polizei am Mittwoch, dass sie zum aktuellen Ermittlungsstand keine weiteren Angaben machen wolle.

Allerdings sickerte aus einer anderen Quelle durch, dass es von der Tat Videoaufnahmen geben soll. „Auf den Bildern ist der Täter deutlich zu erkennen“, lautet unser Hinweis.

„Die Polizei muss zunächst alle erdenklichen Ermittlungsansätze prüfen und abarbeiten, bevor eine Öffentlichkeitsfahndung überhaupt möglich ist“, sagt Polizeisprecher Andreas Wilming-Weber auf unsere Anfrage. Denn auch ein mutmaßlicher Täter habe Persönlichkeitsrechte, die vom Gesetz geschützt werden.

Nach Paragraf 131 der Strafprozessordnung dürfen Richter und die Staatsanwaltschaft erst dann eine Öffentlichkeitsfahndung veranlassen, „wenn andere Formen der Aufenthaltsermittlung erheblich weniger erfolgversprechend oder wesentlich erschwert wären“.

Manche Verdächtige melden sich freiwillig

„Die ermittelnden Kollegen haben schon Kontakt zur Staatsanwaltschaft aufgenommen“, so Wilming-Weber. „Es spielt keine Rolle, ob man das Foto eines Täters erst einige Zeit nach einer Tat freigibt, denn ein Täter kann sein Äußeres nicht so stark verändern, dass er nicht doch anhand der Bilder von jemandem erkannt werden könnte“, sagt er. Manche Verdächtige meldeten sich nach der Veröffentlichung ihres Konterfeis sogar selbst.

Der Täter aus dem DM-Markt hat mit einer langjährigen Haftstrafe zu rechnen: Er hat einen schweren Raub begangen, weil er Zeugen mit seiner Waffe bedroht hat. Dafür gibt‘s laut Strafgesetzbuch mindestens drei Jahre.

Lesen Sie jetzt

Raubüberfall

Dreister Räuber überfällt am Montagabend den DM-Markt an der Händelstraße

Kaltblütig und dreist: Ein Unbekannter, teilmaskierter Mann, hat am Montagabend den DM-Markt an der Händelstraße überfallen und die Kassiererin mit einer Schusswaffe bedroht. Von Claudia Engel

Lesen Sie jetzt