Spanien-Betrüger wollte Hospizverein aus Dorsten um viel Geld bringen

dzBetrugsversuch

Ein Betrüger hat binnen weniger Tage zweimal versucht, den Hospizverein in Dorsten um viel Geld zu bringen. Der perfiden Masche könnten auch andere Vereine zum Opfer fallen.

Dorsten

, 03.06.2019, 16:45 Uhr / Lesedauer: 1 min

Die Unterschrift auf dem Überweisungsträger, den die Sparkasse Vest und die Vereinte Volksbank im Abstand von einigen Tagen per Post erhielten, war täuschend echt. Und doch wurden beide Geldinstitute in Dorsten stutzig: Jeweils fast 10.000 Euro sollten auf ein Konto in Spanien überwiesen werden, das schien verdächtig.

Geld sollte auf ein spanisches Konto gehen

Tatsächlich: Der Hospiz-Freundeskreis wollte natürlich kein Geld auf das Konto eines gewissen Denislav Deyanov überweisen. Das befindet sich wohl nicht zufällig in Spanien. „Die dortigen Behörden werden erst tätig, wenn die Summe höher als 10.000 Euro ist“, hat Vorstandsmitglied Lambert Lütkenhorst erfahren. Der Spanien-Betrüger blieb deshalb knapp unter dieser Grenze.

Der Betrugsversuch ist gar nicht so selten, wenn auch „kein Massendelikt“, bestätigte Polizeisprecherin Ramona Hörst. Betroffen sind oft Vereine, meist ehrenamtlich geführt, die vielleicht nicht regelmäßig auf ihre Kontobewegungen schauen. Da hilft laut Hörst nur Aufmerksamkeit, auch beim Umgang mit eigenen Daten im Internet. „Eine täuschend echt aussehende Unterschrift eines Vorstandsmitgliedes könnte darauf hindeuten, dass sie irgendwo schon mal zu sehen war, zum Beispiel auf einem Foto bei einer Scheckübergabe.“

In jedem Fall sollte Anzeige erstattet werden, auch wenn, wie beim Hospiz-Freundeskreis, der Betrugsversuch rechtzeitig aufgefallen ist.

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