Bei der Umgestaltung des Umfelds vom Gymnasium Petrinum in Dorsten hakt es noch

dzWir machen Mitte

Bislang flossen die „Wir-machen-Mitte“-Fördergelder nach Dorsten wie geschmiert. Doch bei einem 3-Millionen-Projekt wird es womöglich haken. Doch es gibt auch gute Nachrichten.

Dorsten

, 28.02.2019 / Lesedauer: 3 min

Eine neue Grün- und Sportfläche neben dem Petrinum-Parkhaus. Bequeme Fußgänger- und Radfahr-Rampen zum Kanalufer und zur B 224. Ein optisch attraktiver Hochstadenplatz vor dem Gymnasium und dem oberen VHS-Eingang: Das sind die Umgestaltungsideen für das Umfeld des Bildungszentrums Maria Lindenhof. Doch bis diese Pläne verwirklicht werden, dauert es womöglich länger als gedacht.

Bescheid vielleicht zunächst negativ

Denn nachdem bereits im Vorjahr die Bezirksregierung die aus Dorsten eingereichten Förderanträge für diese Maßnahmen nicht bewilligt hatte, muss die Stadt auch in diesem Jahr eventuell damit rechnen, dass der Bescheid negativ ist. „Die Bezirksregierung hat zwar ihr Interesse daran erklärt, dass wir das Geld erhalten, denn dann hätten wir alle Wir-machen-Mitte-Anträge wie geplant durchbekommen“, erklärte Bernd Lehmann vom Planungsamt der Stadt am Dienstag in der Sitzung des Umwelt- und Planungsausschusses.

Viele Fördertöpfe sind überzeichnet

Aber: „Die Fördertöpfe sind wohl wieder überzeichnet“, hat die Stadt als Ergebnis eines kürzlich erfolgten Gesprächs mit der Münsteraner Behörde mitgenommen. In den vergangenen Jahren war Dorsten in Sachen Fördermittel immer bestens berücksichtigt worden. Dass die Fördermittel für dieses eine angemeldete Projekt nicht so geschmeidig wie gewohnt fließen, habe laut Lehmann vor allem zwei Gründe: Zum einen seien wegen der gegenwärtigen Bau-Konjunktur die Bau-Preise stark angestiegen, dadurch verteilen sich die Fördertöpfe auf weniger Projekte. Zum anderen laufe die gegenwärtige EU-Förderperiode 2014 bis 2020 bald aus. „Deshalb melden derzeit viele Städte auf den letzten Drücker Groß-Projekte an, die haben dann wegen der EU-Förderung Vorrang.“

Konzept liegt im Mai vor

Für die rund drei Millionen Euro teure Aufwertung des Gebäudekomplexes Petrinum/VHS/Bibliothek hat die Stadt insgesamt 2,4 Mio. Euro an Fördermitteln aus zwei unterschiedlichen Töpfen beantragt. Das Dorstener Planungsbüro Kemper erarbeitet gerade das Konzept für die Rampen, den Hochstadenplatz und den Sportpark, es soll im Mai vorgelegt werden.

Die Stadt ist guter Dinge, dass diese Pläne trotz Verzögerung inhaltlich wie vorgesehen umgesetzt werden. „Wenn wir dieses Jahr kein Geld bekommen, dann stellen wir eben 2020 den nächsten Antrag“, so Bernd Lehmann. Auch über 2020 hinaus sei dies noch möglich.

Neues Farb- und Lichtgestaltung

Die Umgestaltung des Bereichs ist als sogenannte „A-4-Maßnahme“ Bestandteil des derzeit laufenden Stadtumbau-Programms „Wir machen Mitte 2020“. Dazu gehört auch die Aufhübschung der Hochstadenbrücke zwischen Mercaden-Einkaufszentrum und Hochstadenplatz. Mit der Erstellung eines neuen Farb- und Lichtkonzepts für das Bauwerk über den Kanal hat die Stadt kürzlich das Planungsbüro „Greenbox/lichtraumstadt“ beauftragt.

Die Planer haben unterschiedliche Vorschläge vorgelegt. Nachdem der neue Dorstener „Beirat für Kunst im öffentlichen Raum“ auf seiner Sitzung in dieser Woche sich bereits mit dem Thema beschäftigt hat, wird sich der Umwelt- und Planungsausschuss im April für einen der Vorschläge entscheiden. Im Sommer könne dann die Neugestaltung der Brücke beginnen.

Schlagworte:
Lesen Sie jetzt

Millionen-Projekt

Schulhof und Umfeld des Gymnasiums Petrinum sollen verschönert werden

Ein attraktiver Schulhof, nicht weit entfernt ein kleiner Sportpark: Rund um das Gymnasium Petrinum Dorsten sind schöne Projekte geplant. Die Bauarbeiten verzögern sich aber zum Teil. Von Michael Klein

Lesen Sie jetzt