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Bei der 72-Stunden-Aktion engagierten sich Jugendliche für Umweltschutz und Menschenrechte

72-Stunden-Aktion

Zur 72-Stunden-Aktion der Katholischen Kirche haben sich die Schüler des St.-Ursula-Gymnasiums und Jugendliche der St.-Paulus-Gemeinde einiges einfallen lassen, wie etwa „ploggen“ zu gehen.

Dorsten

, 24.05.2019 / Lesedauer: 3 min
Bei der 72-Stunden-Aktion engagierten sich Jugendliche für Umweltschutz und Menschenrechte

Bei der 72-Stunden-Aktion der Katholischen Kirche verkauften die Jugendlichen der Hervester Paulus-Gemeinde Selbstgebackenes für ein Hilfsprojekt in Malawi. © Kevin Kallenbach

Die Welt ein kleines Stückchenen besser machen: Das ist das Motto, unter dem alle fünf Jahre die 72-Stunden-Aktion der Katholischen Kirche startet. An insgesamt drei aufeinanderfolgenden Tagen setzen Kinder und Jugendliche kleinere und größere karitative Projekte um.

Ursulinenschüler nehmen an 72-Stunden-Aktion teil

Von Umweltschutz über das Sammeln für Menschen in der Dritten Welt war den Zielsetzungen der Projekte keine Grenzen gesetzt. Und auch die Projekte der Dorstener Jugendlichen fielen sehr unterschiedlich aus: So lasen am Donnerstag (23. Mai) Oberstufenschüler des St.-Ursula-Gymnasiums auf dem Marktplatz das Grundgesetz und die Menschenrechte vor, um darauf aufmerksam zu machen, dass sie nicht selbstverständlich sind.

Ein Päckchen Bienenfutter für daheim

Ihre jüngeren Mitschüler hingegen engagierten sich für die Umwelt: So gab es Klassen, die einen Quadratmeter „Bienenfutter“ verschenkten. Die Schüler packten dafür Kräuter- und Wildblumensamen in selbst gefaltete Beutelchen, die sie anschließend an Passanten in der Innenstadt verschenkten. Werden die Samen gepflanzt, soll aus ihnen genau ein Quadratmeter an Kräutern und Wildblumen wachsen, von denen sich Biene ernähren können.

Die Schülerinnen Emily und Kira fanden die Aktion spitze. „Es hat echt Spaß gemacht, die Beutel zu verteilen. Außerdem wissen wir jetzt auch, wie wichtig Bienen für die Umwelt sind“, meinten die Sechstklässlerinnen.

Ploggen im Sportunterricht

Etwas ganz Besonderes hatte sich Sportlehrerin Simone Drescher zusammen mit ihrer neunten Klasse ausgedacht: Sie gingen gemeinsam „ploggen“. Dabei handelt es sich um einen Trend aus Skandinavien, bei dem man beim Joggen Müll sammelt.

Die Schüler seien zunächst skeptisch gewesen, gibt Simone Drescher zu: „Es gab einige Bedenken, ob wir auch genug Müll beim Laufen entdecken werden.“ Am Ende sei die Klasse auch eher spazieren gegangen als gejoggt, gibt sie zu. „Das ständige in die Hockegehen spürt man jetzt aber auch“, scherzte sie.

Erstaunt war die Klasse über die Menge an Müll, den sie gesammelt haben. „Wir haben in zwei Schulstunden fast sechs Müllsäcke vollbekommen. Allein eine Tüte war voll mit weggeworfenen Zigarettenstummeln“, meint die Lehrerin.

St.-Paulus-Gemeinde sammelt für Malawi

Neben dem St.-Ursula-Gymnasium nahmen auch die Jugendlichen vom Jugendtreff der St.-Paulus-Gemeinde an der 72-Stunden-Aktion teil. Sie stellten selbst Schmuck und kleine Kunstwerke her, die sie zusammen mit Selbstgebackenem am Freitagnachmittag vor der Agatha-Kirche verkauften. Der Erlös geht an ein karitatives Projekt in Malawi.

Außerdem wurde ein Tanzworkshop angeboten. Die Ergebnisse davon kann man sich am Sonntag (26. Mai) in der Bellini-Senioren-Residenz an der Halterner Straße 69 anschauen. Denn dann werden die Jugendlichen vor den Bewohnern des Zentrums auftreten.

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