Waffenfund

Bauarbeiter stoßen am Bahnhof Dorsten auf Sprenggranate und Munition

Bei Erdarbeiten mit einem Bagger treten am Bahnhof in Dorsten Relikte aus dem Zweiten Weltkrieg ans Tageslicht. Polizei und Feuerwehr sind im Einsatz und sichern die Fundstelle ab.
Im Erdreich einer früheren Gleistrasse am Dorstener Bahnhof wurden bei Baggerarbeiten Waffenrelikte aus dem Zweiten Weltkrieg entdeckt. © Guido Bludau

Der Bereich des Dorstener Bahnhofs war im Zweiten Weltkrieg schwer umkämpftes Gebiet. So war zu erwarten, dass bei den gerade begonnen Baggerarbeiten für die neue Rad- und Fußwegverbindung auf der aufgegebenen westlichen Gleistrasse am Bahnhofsgebäude manches gefährliche Gut ans Tageslicht treten würde, das jahrzehntelang im Boden geschlummert hatte. Und das führte nun zu Einsätzen der Ordnungsdienste.

Feuerwehr und Polizei sichern die Fundstelle ab,
Feuerwehr und Polizei sichern die Fundstelle ab, © Guido Bludau © Guido Bludau

Schon am Dienstag am späten Nachmittag waren Bauarbeiter auf der Brachfläche, die im Stadtumbau-Programm „Wir machen Mitte“ umgestaltet wird, zwischen Bahnhof und Radstation fündig geworden. Bei Erdarbeiten förderten sie eine armlange Sprenggranate zutage. Die Bauarbeiten wurden sofort eingestellt.

Die alte Waffe, die sich als ungefährlich herausstellte, wurde abends von Mitarbeitern einer Wachschutzfirma, die vom Dorstener Ordnungsamt beauftragt worden war, abgesichert, damit kein Unbefugter das Gelände betrat. Die Granate wurde am Abend vom Kampfmittelräumdienst abgeholt.

Verrostete Patronen

Am Mittwoch konnte auf der Baustelle weiter gearbeitet werden. Aber nicht lange. Gegen Mittag die nächste Entdeckung: Die Arbeiter stießen im Boden auf zwei handgroße und völlig verrostete Flak-Munition. Diesmal kamen Polizei und Feuerwehr zur Absicherung und der Kampfmittelräumdienst wird erneut erwartet.

Der Zugverkehr war nicht betroffen, das Ordnungsamt weist daraufhin, aus Vorsichtsgründen vor allem im Dunkeln die Brachfläche nicht zu betreten.

Dorsten am Abend

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