Der Bahnübergang am Speckinger Weg in Lembeck ist wieder freigegeben. Anwohner mussten wegen der Sperrung mehr als ein Jahr lang teils lange Umwege in Kauf nehmen. © Robert Wojtasik
Bahnübergang

Bahnübergang wieder frei: Zeit der Umwege ist beendet

Nach mehr als einem Jahr Sperrung ist der Bahnübergang am Speckinger Weg in Lembeck wieder freigegeben. Die Bahn bestreitet, dass beim Umbau mehr Bäume als geplant gefällt wurden.

Die Zeit der Umwege für Anwohner vom Speckinger Weg in Lembeck ist endlich vorbei. Seit Herbst 2019 war der Bahnübergang an ihrer Straße gesperrt, weil die Deutsche Bahn dort auf ein digitales Steuersystem umstellte. Vormals kurze Wege ins Dorf oder zum Nachbarn waren für einige Anwohner in dieser Zeit mehrere Kilometer lang.

Der modernisierte Bahnübergang ist nun in Betrieb und wieder passierbar. Aus der Anwohnerschaft erreichten die Redaktion Hinweise, dass rund 40 Bäume mehr als geplant gefällt wurden. Der Vegetationsrückschnitt sei „nur im erforderlichen Umfang“ erfolgt, sagte ein Bahnsprecher.

Stück Wald musste neuer Fahrbahn weichen

Die Fahrbahn wurde für den Umbau erweitert. Dafür musste ein Teilstück des angrenzenden Waldes entfernt werden, was durch einen forstrechtlichen Ausgleich kompensiert werde, so der Bahn-Sprecher: „Dieser forstrechtliche Ausgleich umfasst einen Flächen- und Funktionsausgleich in Form einer Ersatzaufforstung im Verhältnis 2:1, der durch die Bereitstellung von bereits durchgeführten forstrechtlichen Kompensationsleistungen durch eine beauftragte Landschaftsagentur gewährleistet ist.“

Am Tag der Freigabe des Bahnübergangs standen etwa zwölf Personen in Signalkleidung ohne Maske sehr dicht beisammen und unterhielten sich, wie ein Foto zeigt, dass der Redaktion vorliegt. „Wir werden dem umgehend nachgehen“, kündigte ein Bahnsprecher an. „Denn die Einhaltung der gültigen Bestimmungen haben für die Deutsche Bahn AG höchste Priorität.“

Über den Autor
Redakteur
Einst aus Sachsen nach Westfalen rübergemacht. Dort in Münster und Bielefeld studiert und nebenbei als Sport- und Gerichtsreporter gearbeitet. Jetzt im Ruhrpott gelandet. Seit 2016 bei Lensing Media.
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Robert Wojtasik

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