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Bagger schaufelt sich durchs umstrittene Windor-Steinbeet

dzGrünflächengestaltung

Die umstrittene „Steinwüste“ vor dem Gebäude der städtischen Wirtschaftsförderung (Windor) wird umgestaltet. Aber möglicherweise nicht so, wie es sich die Kritiker wohl gewünscht hätten.

Dorsten

, 23.05.2019 / Lesedauer: 2 min

Seit dieser Woche gräbt sich ein Bagger durch den Vorgarten des zweigeschossigen Flachbaus an der Bismarckstraße. Dort ist im letzten Jahr ein Steingarten angelegt worden, der zwar gepflegt aussieht, aber eigentlich nicht dem entspricht, was sich die Stadt für öffentliche Flächen wünscht. „Eine intensiv durchgrünte Stadt ist u.A. ein Garant für eine hohe Lebensqualität“, heißt es auf der Homepage.

„Stadt muss mit gutem Beispiel vorangehen“

Inmitten vom groben, grauen Gestein reckt sich bislang spärlich gesetztes Grün in die Höhe. Folglich hagelte es Kritik im letzten Sommer, und erst vor knapp zwei Wochen hatte das der Barkenberger Rainer Diebschlag in einem Leserbrief moniert. „Eine Stadt, die, wie es im CDU-Antrag heißt, die Biodiversität fördern will, sollte mit gutem Beispiel vorangehen und ihren Bürgern zeigen, wie es geht.“

Und nun? Das Steinbeet wird nicht entfernt, wie Stadtsprecher Ludger Böhne auf Anfrage bestätigte. „Die Fläche konnte aufgrund der Trockenheit im letzten Jahr nicht vollständig hergestellt werden. Es werden jetzt noch weitere Pflanzen ergänzt, u.a. Gräser und Wacholder. Die Anlage erhält außerdem eine Bewässerungsanlage.“

Steinbeete sind auch pflegebedürftig

Das ist dann wohl die Lösung, die Windor-Geschäftsführer Josef Hadick im letzten Jahr angekündigt hatte, nachdem es zwischen Stadtspitze und Tochtergesellschaft „Irritationen“ gegeben und auch der Naturschutzbund Dorsten Bedenken gegen die „Steinwüste“ geäußert hatte - auch angesichts des Pflegeaufwands übrigens: „Die Natur bahnt sich auch durch Schotter ihren Weg“, prognostizierte Vorsitzender Michael Drescher damals. „Schon nach zwei Jahren sprießen Moose und Pflanzen zwischen den Steinen, spätestens im dritten Jahr wirkt solch ein Kiesbeet dann hässlich und verwahrlost.“

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