Die Stadt plant, dass der Bebauungsplan im Gebiet An der Seikenkapelle/Nonnenkamp 2019 rechtskräftig werden soll. Schon zum jetzigen Zeitpunkt zeichnet sich eine riesige Nachfrage ab.

Dorsten

, 06.08.2018, 04:52 Uhr / Lesedauer: 2 min

„Für das Bauland am Nonnenkamp mit gut 60 geplanten Bauplätzen haben sich 600 Kaufinteressenten registrieren lassen“, sagt Ludger Böhne, stellvertretender Stadtsprecher.

Überall im Stadtgebiet ist die Nachfrage nach bebaubaren Grundstücken für freistehende Einfamilienhäuser seit Jahren auffällig hoch, hat die Stadtverwaltung festgestellt. Weitere Einzelheiten können Interessierte dem aktuellen Grundstücksmarktbericht 2018 entnehmen (www.boris.nrw.de).

Baugrund gehört Windor

Das Hardter Tortenstück, auf das die Bauwilligen begehrliche Blicke geworfen haben, gehört der städtischen Tochter Windor. Das Bauland liegt westlich neben dem Schulhof der St.-Ursula-Realschule und dem Gebäude der Geschwister-Scholl-Schule. Die Fläche wurde ursprünglich landwirtschaftlich genutzt. Nach archäologischen Grabungen und Funden soll es nun Baugebiet werden.

„Die Wohnraumnachfrage hat sich in bestimmten Segmenten verstärkt. Insbesondere Jüngere wollen Haushalte gründen, ältere Menschen suchen barrierefreie Wohnungen.“ Diese Bedürfnisse der Bürger hat die Stadtverwaltung festgestellt. Sie möchte deshalb sowohl Einfamilienhäuser als auch Geschosswohnungen ermöglichen. Hier sollen sich Menschen der Altersgruppe 55+ niederlassen. „100 Wohneinheiten in hochwertiger aufgelockerter Bebauung, davon 50 Prozent Einzel- und Doppelhäuser, die andere Hälfte Mehrfamilienhäuser“ – so stellt sich das Planungsamt die Besiedlung der Fläche vor.

Entwurf wird ausgelegt

Nach der ersten Beteiligung der Öffentlichkeit ergaben sich laut Auskunft von Ludger Böhne keine Hinweise zu grundsätzlichen Aspekten. „Die Anregungen sowie ergänzende eigene Überlegungen werden in den Vorentwurf eingearbeitet.“ Danach muss die Politik die Offenlegung des Bebauungsplan-Entwurfes beschließen.

Den Hardter Manfred Schmitt interessiert im Zusammenhang mit der weiteren Bebauung der Hardt, wie Verkehr und Lärm sich im Wohngebiet entwickeln werden. Laut Auskunft der Stadt sind höhere Belastungen eher nicht zu erwarten. „Die Nutzung von Geschwister-Scholl-Schule und Aula St.-Ursula-Realschule gibt es ja jetzt schon“, sagte Böhne.

Es sei also nicht mit größeren Verkehrsströmen zu rechnen. Vielmehr müsse überlegt werden, wie die künftige Bebauung nicht mit der bereits vorhandenen Nutzung kollidiert. „Hier geht es insbesondere darum, dass der Schulhof der St.-Ursula-Realschule am Nonnenkamp bei Veranstaltungen in der Aula als Parkplatz genutzt wird, damit der Garagenhof als Puffer die neue Bebauung vor den jetzt schon bestehenden Geräuschimmissionen schützt.“

Lesen Sie jetzt